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Cosimo deâ Medici
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Cosimo deâ Medici (genannt il Vecchio âder Alteâ; * 10. April 1389 in Florenz; â 1. August 1464 in Careggi bei Florenz) war ein Staatsmann, Bankier und MĂ€zen, der jahrzehntelang die Politik seiner Heimatstadt Florenz lenkte und einen wesentlichen Beitrag zu ihrem kulturellen Aufschwung leistete. Wegen seiner Zugehörigkeit zur Familie der Medici (deutsch auch âMediceerâ) wird er âdeâ Mediciâ genannt; es handelt sich nicht um ein AdelsprĂ€dikat, die Familie war bĂŒrgerlich.
Als Erbe der von seinem Vater Giovanni di Bicci deâ Medici gegrĂŒndeten, stark expandierenden Medici-Bank gehörte Cosimo von Haus aus zur stĂ€dtischen FĂŒhrungsschicht. Der geschĂ€ftliche Erfolg machte ihn zum reichsten BĂŒrger von Florenz. Den Rahmen fĂŒr seine politische BetĂ€tigung bot die republikanische Verfassung der Stadt, die er im Prinzip respektierte, aber mit Hilfe seiner groĂen AnhĂ€ngerschaft umgestaltete. Dabei setzte er sich gegen heftige Opposition einiger bisher tonangebender Familien durch. Sein maĂgeblicher Einfluss auf die Politik beruhte nicht auf den Ămtern, in die er gewĂ€hlt wurde, sondern auf dem geschickten Einsatz seiner finanziellen Ressourcen und einem ausgedehnten Netzwerk persönlicher Beziehungen im In- und Ausland. Es gelang ihm, ein dauerhaftes BĂŒndnis mit Mailand, einer zuvor feindlichen Stadt, zuwege zu bringen und damit auĂenpolitische StabilitĂ€t zu schaffen, die nach seinem Tode anhielt.
Cosimos politische Erfolge, seine umfangreiche Förderung von Kunst und Bildungswesen und seine imposante BautĂ€tigkeit verschafften ihm eine einzigartige AutoritĂ€t. Dennoch konnte er Entscheidungen in heiklen Fragen nicht eigenmĂ€chtig treffen, sondern blieb stets auf Konsensbildung in der FĂŒhrungsschicht angewiesen. Er achtete darauf, nicht wie ein Herrscher aufzutreten, sondern wie ein BĂŒrger unter BĂŒrgern.
Das auĂerordentliche Ansehen, das Cosimo genoss, spiegelte sich in der posthumen Verleihung des Titels Pater patriae (âVater des Vaterlandesâ) wider. Mit seinem Vermögen ging die informelle Machtstellung, die er errungen hatte, auf seine Nachkommen ĂŒber, die seine mĂ€zenatische TĂ€tigkeit in groĂem Stil fortsetzten. Bis 1494 spielten die Medici in der florentinischen Politik und im kulturellen Leben eine dominierende Rolle.
In der modernen Forschung werden Cosimos Leistungen ĂŒberwiegend positiv beurteilt. Seine staatsmĂ€nnische MĂ€Ăigung und Weitsicht, seine unternehmerische Kompetenz und sein kulturelles Engagement finden viel Anerkennung. Andererseits wird auch auf das groĂe Konfliktpotenzial hingewiesen, das sich aus der massiven, andauernden Dominanz einer ĂŒbermĂ€chtigen Familie in einem republikanischen, traditionell antiautokratischen Staat ergab. LĂ€ngerfristig erwies sich Cosimos Konzept der indirekten Staatslenkung mittels eines Privatvermögens als nicht tragfĂ€hig; im letzten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts brach das von ihm etablierte System zusammen.
Contents
âą Leben
âą Privatleben
âą Rezeption
âą Mittelalter
âą FrĂŒhe Neuzeit
âą Moderne
âą Quellen
âą Literatur
âą Weblinks
âą Anmerkungen
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Die politischen VerhÀltnisse
Nach dem Zusammenbruch des staufischen Kaisertums im 13. Jahrhundert war in Nord- und Mittelitalien, dem sogenannten Reichsitalien, ein Machtvakuum entstanden, das niemand auszufĂŒllen vermochte. Wenngleich die römisch-deutschen Könige im 14. und 15. Jahrhundert weiterhin ItalienzĂŒge unternahmen (wie Heinrich VII., Ludwig IV. und Friedrich III.), gelang es ihnen nicht, die Reichsgewalt in Reichsitalien dauerhaft durchzusetzen.cite-ref-1[1] Die traditionelle Tendenz zur Zersplitterung der politischen Landschaft setzte sich im SpĂ€tmittelalter allgemein durch. Es bildete sich eine Vielzahl von lokalen und regionalen Machtzentren heraus, die einander fortwĂ€hrend in wechselnden Konstellationen bekĂ€mpften. Die wichtigsten unter ihnen waren die groĂen StĂ€dte, die keine ĂŒbergeordnete Gewalt akzeptierten und nach der Bildung gröĂerer von ihnen kontrollierter Territorien strebten. Nördlich des Kirchenstaats waren die Hauptakteure das autokratisch regierte Mailand, die bĂŒrgerliche Republik Florenz und die Adelsrepublik Venedig, die nicht zu Reichsitalien gehörte. Die Politik war in erster Linie von den scharfen GegensĂ€tzen zwischen benachbarten StĂ€dten geprĂ€gt. Oft bestand zwischen ihnen eine Erbfeindschaft; die gröĂeren versuchten, die kleineren niederzuhalten oder völlig zu unterwerfen, und stieĂen dabei auf erbitterten Widerstand. Die Kosten der immer wieder aufflackernden militĂ€rischen Konflikte fĂŒhrten hĂ€ufig zu einer gravierenden wirtschaftlichen SchwĂ€chung der beteiligten Kommunen, was jedoch die Kriegslust kaum dĂ€mpfte. Ăberdies wurden in den StĂ€dten heftige MachtkĂ€mpfe zwischen einzelnen Sippen und politischen Gruppierungen ausgetragen, die gewöhnlich zur Hinrichtung oder Verbannung der AnfĂŒhrer und namhaften ParteigĂ€nger der unterlegenen Seite fĂŒhrten. Ein Hauptziel der meisten politischen Akteure war die Wahrung und Vermehrung der Macht und des Ansehens der eigenen Familie.cite-ref-2[2]
Manche Kommunen wurden von Alleinherrschern regiert, die eine Gewaltherrschaft errichtet oder geerbt hatten. Diese von Republikanern als Tyrannis gebrandmarkte Regierungsform wird in der Fachliteratur als Signorie bezeichnet (nicht zu verwechseln mit signoria als Bezeichnung fĂŒr einen Stadtrat). Sie war gewöhnlich mit Dynastiebildung verbunden. Andere Stadtstaaten hatten eine republikanische Verfassung, die einer relativ breiten FĂŒhrungsschicht direkte Machtbeteiligung ermöglichte.cite-ref-3[3]
In Florenz, der Heimat der Medici, bestand traditionell eine republikanische Staatsordnung, die fest verankert war und von einem breiten Konsens getragen wurde. Es herrschte das in Gilden und ZĂŒnften organisierte, ĂŒberwiegend kommerziell oder gewerblich tĂ€tige BĂŒrgertum. Man hatte ein ausgeklĂŒgeltes System der Gewaltenteilung ersonnen, das gefĂ€hrlicher Machtzusammenballung vorbeugen sollte. Das wichtigste Regierungsorgan war die neunköpfige Signoria, eine Ratsversammlung, deren Mitglieder sechsmal im Jahr neu bestimmt wurden. Die KĂŒrze der zweimonatigen Amtszeit sollte tyrannischen Bestrebungen den Boden entziehen. Die Stadt, die 1427 etwa 40.000 Einwohner hatte, war in vier Bezirke geteilt, von denen jeder zwei priori (Mitglieder der Signoria) stellte. Zu den acht priori kam als neuntes Mitglied der gonfaloniere di giustizia (BannertrĂ€ger der Gerechtigkeit) hinzu. Er war der Vorsitzende des Gremiums und genoss daher unter allen stĂ€dtischen AmtstrĂ€gern das höchste Ansehen, hatte aber nicht mehr Macht als seine Kollegen. Zur Regierung gehörten noch zwei weitere Organe: der Rat der dodici buonomini, der âzwölf guten MĂ€nnerâ, und die sechzehn gonfalonieri (BannertrĂ€ger), vier fĂŒr jeden Bezirk. Diese beiden Gremien, in denen die Mittelschicht stark vertreten war, nahmen zu politischen Fragen Stellung und konnten GesetzesentwĂŒrfe blockieren. Zusammen mit der Signoria bildeten sie die Gruppe der tre maggiori, der drei fĂŒhrenden Institutionen, die den Staat lenkten. Die tre maggiori schlugen neue Gesetze vor, doch konnten diese erst in Kraft treten, wenn sie von zwei gröĂeren Gremien, dem dreihundertköpfigen Volksrat (consiglio del popolo) und dem zweihundert Mitglieder zĂ€hlenden Gemeinderat (consiglio del comune), mit Zweidrittelmehrheit gebilligt worden waren. In diesen beiden RĂ€ten betrug die Amtszeit vier Monate.cite-ref-4[4]
Ferner gab es Kommissionen, die fĂŒr besondere Aufgaben zustĂ€ndig waren und der Signoria unterstanden. Die bedeutendsten von ihnen waren der achtköpfige Sicherheitsausschuss (Otto di Guardia), der fĂŒr die innere Staatssicherheit zu sorgen hatte und die GeheimdienstaktivitĂ€ten lenkte, und die dieci di balĂŹa (âzehn BevollmĂ€chtigteâ), ein Gremium mit sechsmonatiger Amtszeit, das sich mit AuĂen- und Sicherheitspolitik befasste und im Kriegsfall die militĂ€rischen Aktionen plante und ĂŒberwachte. Die dieci di balĂŹa hatten die FĂ€den der Diplomatie weitgehend in den HĂ€nden. Daher wurden sie fĂŒr die Medici, als diese die Staatslenkung ĂŒbernahmen, ein zentrales Instrument bei der Steuerung der AuĂenpolitik.cite-ref-5[5]
Das in Florenz herrschende tiefe Misstrauen gegen ĂŒbermĂ€chtige Personen und Gruppen war der Grund dafĂŒr, dass die meisten AmtstrĂ€ger, vor allem die Mitglieder der tre maggiori, weder durch Mehrheitsbeschluss gewĂ€hlt noch aufgrund einer Qualifikation ernannt wurden. Sie wurden vielmehr aus der Menge aller als amtstauglich anerkannten BĂŒrger â etwa zweitausend Personen â durch das Los ermittelt. Man legte die Zettel mit den Namen in Losbeutel (borse), aus denen dann die Zettel der kĂŒnftigen AmtstrĂ€ger blind gezogen wurden. FĂŒr die Signoria galt ein Verbot aufeinanderfolgender Amtszeiten. Man durfte nur einmal in drei Jahren amtieren, und es durfte niemand aus derselben Familie im vorigen Jahr dem Gremium angehört haben.cite-ref-6[6]
Die Berechtigung zur Teilnahme an den Auslosungen musste in bestimmten ZeitabstĂ€nden â theoretisch alle fĂŒnf Jahre, faktisch etwas unregelmĂ€Ăiger â ĂŒberprĂŒft werden. Diesem Zweck diente das squittinio, ein Verfahren, mit dem festgestellt wurde, wer die Anforderungen der Amtstauglichkeit erfĂŒllte. Zu diesen zĂ€hlten Freiheit von Steuerschulden und Zugehörigkeit zu mindestens einer der ZĂŒnfte. Es gab âgröĂereâ (das heiĂt angesehenere und mĂ€chtigere) und âkleinereâ ZĂŒnfte, und sechs der acht Priorensitze in der Signoria waren den gröĂeren vorbehalten. Das Ergebnis des squittinio war jeweils eine neue Liste der politisch vollberechtigten BĂŒrger. Wer einer der gröĂeren ZĂŒnfte (arti maggiori) angehörte und im squittinio fĂŒr tauglich befunden worden war, konnte sich zum Patriziat der Stadt zĂ€hlen. Da das squittinio Manipulationsmöglichkeiten bot und ĂŒber den sozialen Rang der am politischen Leben beteiligten BĂŒrger entschied, war seine DurchfĂŒhrung politisch heikel.cite-ref-7[7]
Das System der Ămterbesetzung durch Losentscheid hatte den Vorteil, dass zahlreiche Angehörige der stĂ€dtischen FĂŒhrungsschicht Gelegenheit erhielten, ehrenvolle Ămter zu bekleiden und so ihren Ehrgeiz zu befriedigen. Jedes Jahr wurden die Hauptorgane der Stadtverwaltung mit 1650 neuen Leuten besetzt. Ein Nachteil des hĂ€ufigen FĂŒhrungswechsels war die Unberechenbarkeit; eine neue Signoria konnte einen ganz anderen Kurs steuern als ihre VorgĂ€ngerin, wenn sich die MehrheitsverhĂ€ltnisse durch den Zufall des Losentscheids geĂ€ndert hatten.cite-ref-8[8]
FĂŒr besondere Krisensituationen war der Zusammentritt eines parlamento vorgesehen. Das war eine Versammlung aller mĂ€nnlichen BĂŒrger, die ĂŒber 14 Jahre alt waren, mit Ausnahme der Kleriker. Das parlamento konnte eine Kommission fĂŒr NotfĂ€lle, eine balĂŹa, wĂ€hlen und mit Sondervollmachten zur BewĂ€ltigung der Krise ausstatten.cite-ref-9[9]
Leben
Herkunft, Jugend und BewĂ€hrung im BankgeschĂ€ft (1389â1429)
Cosimo wurde am 10. April 1389 in Florenz geboren. Sein Vater war Giovanni di Bicci deâ Medici (1360â1429), seine Mutter Piccarda deâ Bueri. Es war damals ĂŒblich, zwecks Unterscheidung von gleichnamigen Personen den Namen des Vaters anzugeben; daher nannte man Giovanni âdi Bicciâ (Sohn des Bicci) und seinen Sohn Cosimo âdi Giovanniâ. Cosimo hatte einen Zwillingsbruder namens Damiano, der bald nach der Geburt starb. Die BrĂŒder erhielten ihre Namen nach Cosmas und Damian, zwei antiken MĂ€rtyrern, die ebenfalls Zwillinge waren und als Heilige verehrt wurden. Daher feierte Cosimo spĂ€ter seinen Geburtstag nicht am 10. April, sondern am 27. September, der damals der Festtag des heiligen BrĂŒderpaares war.cite-ref-10[10]
Cosimos Vater war bĂŒrgerlicher Herkunft. Er gehörte der weitverzweigten Sippe der Medici an.cite-ref-11[11] Schon im spĂ€ten 13. Jahrhundert waren in Florenz Medici im Bankgewerbe tĂ€tig,cite-ref-12[12] doch in den 1360er und 1370er Jahren war die Sippe gröĂtenteils noch nicht reich; die meisten ihrer Haushalte waren sogar relativ minderbemittelt. Dennoch spielten die Medici in der Politik bereits eine wichtige Rolle; im 14. Jahrhundert waren sie in der Signoria hĂ€ufig vertreten. In ihrem Kampf um Ansehen und Einfluss erlitten sie jedoch einen schweren RĂŒckschlag, als ihr WortfĂŒhrer Salvestro deâ Medici 1378 beim Ciompi-Aufstand ungeschickt taktierte: Er ergriff zunĂ€chst fĂŒr die AufstĂ€ndischen Partei, Ă€nderte aber spĂ€ter seine Haltung. Dies brachte ihm den Ruf der WankelmĂŒtigkeit ein. Er wurde des Strebens nach Tyrannenherrschaft verdĂ€chtigt, schlieĂlich musste er 1382 ins Exil gehen. In der Folgezeit galten die Medici als unzuverlĂ€ssig. Um 1400 waren sie so diskreditiert, dass ihnen die Bekleidung öffentlicher Ămter untersagt war. Allerdings waren zwei Zweige der Sippe von dem Verbot ausgenommen; einem der beiden gehörten Cosimos Vater und GroĂvater an. Die Erfahrung der Jahre 1378â1382 war fĂŒr die Medici ein einschneidendes Erlebnis, das zur Vorsicht mahnte.cite-ref-13[13]
Um 1380 betĂ€tigte sich Giovanni als kleiner Geldverleiher. Dieses Gewerbe wurde damals verachtet; im Gegensatz zum groĂen BankgeschĂ€ft war es der Ăffentlichkeit suspekt, da die Geldverleiher auf offensichtliche Weise das kirchliche Zinsverbot missachteten, wĂ€hrend die Bankiers besser in der Lage waren, die Verzinsung ihrer Darlehen zu vertuschen. SpĂ€ter trat Giovanni in den Dienst des Bankiers Vieri di Cambio, des damals reichsten Angehörigen der Medici-Sippe. Ab 1385 leitete er die römische Filiale von Vieris Bank. Nach der Auflösung von Vieris Bank 1391/1392 machte sich Giovanni selbstĂ€ndig und ĂŒbernahm die römische Filiale. Mit diesem Schritt grĂŒndete er die Medici-Bank.cite-ref-14[14]
Obwohl Rom der weitaus attraktivste Standort in ganz Italien war, verlegte Giovanni 1397 den Hauptsitz seines Unternehmens nach Florenz. Ausschlaggebend war dabei sein Wunsch, in seine Heimatstadt zurĂŒckzukehren. Dort schuf er in der Folgezeit zielstrebig ein Netzwerk von Verbindungen, von denen manche vor allem geschĂ€ftlich vorteilhaft waren, andere in erster Linie dazu dienten, sein Ansehen und seinen politischen Einfluss zu vergröĂern. Seine beiden Söhne, Cosimo und der sechs Jahre jĂŒngere Lorenzo, erhielten ihre Ausbildung in der vĂ€terlichen Bank und wurden dann an der Gestaltung der GeschĂ€ftspolitik beteiligt. Zu den Allianzen, die Giovanni di Bicci einging, gehörte seine Verbindung mit dem traditionsreichen adligen Geschlecht der Bardi. Die Bardi hatten in der ersten HĂ€lfte des 14. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Bankiers Europas gezĂ€hlt. Ihre Bank war zwar 1345 spektakulĂ€r zusammengebrochen, doch betĂ€tigten sie sich spĂ€ter wieder mit Erfolg im Finanzbereich. Um 1413/1415 wurde das BĂŒndnis der beiden Familien durch eine Heirat bekrĂ€ftigt: Cosimo schloss die Ehe mit Contessina deâ Bardi di Vernio.cite-ref-15[15] Solche Heiraten waren ein wesentlicher Bestandteil der politischen und geschĂ€ftlichen Netzwerkbildung. Sie hatten gewichtige Auswirkungen auf den sozialen Status und den Einfluss einer Familie und wurden daher reiflich ĂŒberlegt. VerschwĂ€gerung schuf LoyalitĂ€ten. Allerdings war nur ein Teil der Bardi-Sippe an dem BĂŒndnis beteiligt, manche ihrer Zweige zĂ€hlten zu den Gegnern der Medici.cite-ref-16[16]
Die ersten Jahrzehnte des 15. Jahrhunderts waren fĂŒr die Medici-Bank eine Phase zielstrebig vorangetriebener Expansion. Sie hatte Zweigstellen in Rom, Venedig und Genf, zeitweilig auch in Neapel. Im Zeitraum von 1397 bis 1420 wurde ein Reingewinn von 151.820 Florin (fiorini) erwirtschaftet. Davon blieben nach Abzug des Anteils, der einem Partner zustand, fĂŒr die Medici 113.865 Florin ĂŒbrig. Mehr als die HĂ€lfte des Gewinns stammte aus Rom, wo die wichtigsten GeschĂ€fte getĂ€tigt wurden, nur ein Sechstel aus Florenz. Seinen gröĂten Erfolg errang Giovanni 1413, als ihn der in Rom residierende Gegenpapst Johannes XXIII., mit dem er befreundet war, zu seinem Hauptbankier machte. Zugleich wurde sein Zweigstellenleiter in Rom pĂ€pstlicher Generaldepositar (depositario generale), das heiĂt, er ĂŒbernahm die Verwaltung des gröĂten Teils der KircheneinkĂŒnfte gegen eine Provision. Als sich Johannes XXIII. im Herbst 1414 nach Konstanz begab, um an dem dorthin einberufenen Konzil teilzunehmen, gehörte Cosimo angeblich zu seinem Gefolge. Doch im folgenden Jahr erlitten die Medici einen herben RĂŒckschlag, als das Konzil Johannes XXIII. absetzte. Damit verlor die Medici-Bank ihre fast monopolartige Stellung im GeschĂ€ft mit der Kurie; in den folgenden Jahren musste sie mit anderen Banken konkurrieren. Den Vorrang konnte sie sich erst wieder sichern, nachdem 1420 ein Hauptkonkurrent, die Spini-Bank, in die Insolvenz gegangen war.cite-ref-17[17]
Als sich Giovanni di Bicci 1420 aus der Leitung der Bank zurĂŒckzog, ĂŒbernahmen seine Söhne Cosimo und Lorenzo gemeinsam die FĂŒhrung des Unternehmens. Im Jahr 1429 starb Giovanni. Nach seinem Tod wurde das Familienvermögen nicht aufgeteilt; Cosimo und Lorenzo traten zusammen das Erbe an, wobei Cosimo als dem Ă€lteren die Entscheidungsgewalt zufiel. Das Vermögen bestand aus etwa 186.000 Florin, von denen zwei Drittel in Rom, jedoch nur ein Zehntel in Florenz erwirtschaftet worden waren â selbst die Zweigstelle in Venedig erwirtschaftete mehr. Neben der Bank gehörte der Familie umfangreicher Grundbesitz im Umland von Florenz, vor allem im Mugello, der Gegend, aus der die Familie ursprĂŒnglich stammte. Fortan erhielten die beiden BrĂŒder zwei Drittel des Profits der Bank, der Rest ging an ihre Partner.cite-ref-18[18]
Angeblich hat Giovanni auf dem Totenbett seinen Söhnen geraten, diskret zu agieren. Sie sollten in der Ăffentlichkeit zurĂŒckhaltend auftreten, um möglichst wenig Neid und Missgunst zu erregen. Beteiligung am politischen Prozess war fĂŒr einen Bankier existenznotwendig, da er sonst damit rechnen musste, von Feinden und Rivalen ausmanövriert zu werden. Wegen der Heftigkeit und Unberechenbarkeit der politischen Auseinandersetzungen in der Stadt war aber eine zu starke Profilierung sehr gefĂ€hrlich, wie der Ciompi-Aufstand gezeigt hatte. Konflikte waren daher möglichst zu vermeiden.cite-ref-19[19]
Machtkampf und Verbannung (1429â1433)
Mit dem wirtschaftlichen Erfolg und sozialen Aufstieg der Medici wuchs ihr Anspruch auf politischen Einfluss. Damit stieĂen sie trotz ihres zurĂŒckhaltenden Auftretens bei einigen traditionell tonangebenden Sippen, die sich zurĂŒckgedrĂ€ngt sahen, auf Widerstand. So kam es zur Bildung zweier groĂer Gruppierungen, die einander lauernd gegenĂŒberstanden. Auf der einen Seite standen die Medici mit ihren VerbĂŒndeten und der breiten Klientel derer, die von ihren GeschĂ€ften, ihren AuftrĂ€gen und ihrem Einfluss direkt oder indirekt profitierten. Im gegnerischen Lager versammelten sich die Sippen, die ihre herkömmliche Machtstellung behalten und die Aufsteiger in die Schranken weisen wollten. Unter ihnen war die Familie Albizzi die bedeutendste; deren Oberhaupt Rinaldo degli Albizzi wurde zum WortfĂŒhrer der Medici-Gegner. In dieser Spaltung der BĂŒrgerschaft spiegelten sich nicht nur persönliche GegensĂ€tze zwischen fĂŒhrenden Politikern, sondern auch unterschiedliche MentalitĂ€ten und Grundeinstellungen. Bei der Albizzi-Gruppe handelte es sich um die konservativen Kreise, deren Dominanz 1378 durch den Ciompi-Aufstand, eine von benachteiligten Arbeitern getragene Erhebung der unteren Volksschichten (popolo minuto), bedroht worden war. Seit dieser schockierenden Erfahrungcite-ref-20[20] bemĂŒhten sie sich, ihren Status abzusichern, indem sie das Eindringen von suspekten Cliquen in die maĂgeblichen Gremien zu hemmen trachteten. Aufruhr, Umsturz und diktatorische GelĂŒste sollten im Keim erstickt werden. Die zeitweilige UnterstĂŒtzung der Medici fĂŒr die aufstĂ€ndischen Arbeiter war nicht vergessen. Die Albizzi-Gruppe war aber keine Partei mit einer einheitlichen FĂŒhrung und einem gemeinsamen Kurs, sondern ein lockerer, informeller Zusammenschluss einiger etwa gleichrangiger Clans. AuĂer der Gegnerschaft zu potentiell gefĂ€hrlichen AuĂenseitern verband die Mitglieder dieser Allianz wenig. Ihre Grundhaltung war defensiv. Die Medici-Gruppe hingegen war vertikal strukturiert. Cosimo war ihr unangefochtener AnfĂŒhrer, der die wesentlichen Entscheidungen traf und die finanziellen Ressourcen, die den gegnerischen weit ĂŒberlegen waren, zielbewusst einsetzte. Aufsteigerfamilien (gente nuova) zĂ€hlten zu den natĂŒrlichen VerbĂŒndeten der Medici, doch beschrĂ€nkte sich deren AnhĂ€ngerschaft nicht auf KrĂ€fte, die von erhöhter sozialer MobilitĂ€t profitieren konnten. Die Medici-Gruppe umfasste auch angesehene Patriziergeschlechter, die sich in ihr Netzwerk hatten eingliedern lassen, unter anderem durch VerschwĂ€gerung. Offenbar hatten die Albizzi in der Oberschicht stĂ€rkeren RĂŒckhalt, wĂ€hrend die Medici beim Mittelstand â den Handwerkern und Ladenbesitzern â gröĂere Sympathien genossen. Die Zugehörigkeit eines groĂen Teils von Cosimos ParteigĂ€ngerschaft zur traditionellen Elite zeigt aber, dass die frĂŒher gelegentlich vertretene Deutung des Konflikts als Kampf zwischen Klassen oder StĂ€nden verfehlt ist.cite-ref-21[21]
Die VerhĂ€rtung des Gegensatzes lieĂ einen offenen Machtkampf als unvermeidlich erscheinen, doch musste dieser in Anbetracht der vorherrschenden LoyalitĂ€t zur verfassungsmĂ€Ăigen Ordnung im Rahmen der LegalitĂ€t ausgetragen werden. Ab 1426 spitzte sich der Konflikt zu. Die Propaganda beider Seiten zielte auf die Verfestigung von Feindbildern ab. FĂŒr die Medici-AnhĂ€nger war Rinaldo degli Albizzi der arrogante WortfĂŒhrer volksferner, oligarchischer KrĂ€fte, der vom Ruhm seines Vaters zehrte und infolge seiner Unbesonnenheit FĂŒhrungsqualitĂ€ten vermissen lieĂ. Die Albizzi-Gruppe stellte Cosimo als potentiellen Tyrannen dar, der seinen Reichtum nutze, um die Verfassung auszuhebeln und sich durch Bestechung und Korruption den Weg zur Alleinherrschaft zu bahnen. Indizien deuten darauf, dass die VorwĂŒrfe beider Seiten einen betrĂ€chtlichen wahren Kern enthielten: Rinaldo stieĂ durch seine Schroffheit einflussreiche Sympathisanten wie die Familie Strozzi vor den Kopf und zerstritt sich sogar mit seinem Bruder Luca so sehr, dass dieser die FamilienloyalitĂ€t aufkĂŒndigte und zur Gegenseite ĂŒberlief, was fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse ein ungewöhnlicher Schritt war. Auch die Polemik gegen die Medici fuĂte, wenngleich sie wohl ĂŒberzogen war, auf Tatsachen: Die Medici-Gruppe infiltrierte die Verwaltung, verschaffte sich dadurch geheime Informationen, schreckte vor DokumentenfĂ€lschung nicht zurĂŒck und manipulierte das squittinio in ihrem Sinn.cite-ref-22[22]
Anlass zu Polemik bot die EinfĂŒhrung des catasto, eines umfassenden Verzeichnisses aller steuerpflichtigen GĂŒter und Einkommen, im Mai 1427. Das Verzeichnis bildete die Grundlage der Erhebung einer neu eingefĂŒhrten Vermögenssteuer, die zur Reduzierung der dramatisch gestiegenen Staatsschulden benötigt wurde. Dieser Schritt bewirkte eine gewisse Verlagerung der Steuerlast von der indirekt besteuerten Mittelschicht zu den wohlhabenden Patriziern. Die besonders zahlungskrĂ€ftigen Medici konnten die neue Last besser verkraften als manche ihrer weniger vermögenden Gegner, fĂŒr die der catasto einen harten Schlag bedeutete. Zwar hatte Giovanni di Bicci die EinfĂŒhrung der Vermögenssteuer anfangs abgelehnt und spĂ€ter nur zögerlich unterstĂŒtzt, doch gelang es den Medici, sich als BefĂŒrworter der in der Bevölkerung populĂ€ren MaĂnahme darzustellen. Sie konnten sich damit als Patrioten profilieren, die zu ihrem eigenen Nachteil fĂŒr die Sanierung des Staatshaushalts eintraten und selbst einen gewichtigen Beitrag dazu leisteten.cite-ref-23[23]
Weiter angeheizt wurde der Konflikt durch den Krieg gegen Lucca, den Florenz Ende 1429 begann. Die militĂ€rischen Auseinandersetzungen endeten im April 1433 mit einem Friedensschluss, ohne dass die Angreifer ihr Kriegsziel erreicht hatten. Die beiden verfeindeten Cliquen in Florenz hatten den Krieg einhellig befĂŒrwortet, nutzten dann aber seinen ungĂŒnstigen Verlauf als Waffe in ihrem Machtkampf. Rinaldo hatte als Kriegskommissar am Feldzug teilgenommen, daher konnte er fĂŒr dessen Misserfolg mitverantwortlich gemacht werden. Er seinerseits gab die Schuld dem fĂŒr die Koordinierung der KriegfĂŒhrung zustĂ€ndigen Zehnerausschuss, in dem AnhĂ€nger der Medici stark vertreten waren;cite-ref-24[24] der Ausschuss habe seine BemĂŒhungen sabotiert. Cosimo konnte sich bei dieser Gelegenheit in ein gĂŒnstiges Licht rĂŒcken: Er hatte dem Staat 155 887 Florin geliehen, einen Betrag, der mehr als ein Viertel des kriegsbedingten Sonder-Finanzbedarfs ausmachte. Damit konnte der Mediceer seinen Patriotismus und seine einzigartige Bedeutung fĂŒr das Schicksal der Republik propagandawirksam demonstrieren. Insgesamt stĂ€rkte der Kriegsverlauf somit die Stellung der Medici-Gruppe in der öffentlichen Meinung.cite-ref-25[25]
Die Strategie der Albizzi-Gruppe zielte darauf ab, die Gegner â vor allem Cosimo persönlich â verfassungsfeindlicher Umtriebe anzuklagen und sie so mit strafrechtlichen Mitteln auĂer Gefecht zu setzen. Eine Handhabe bot den Feinden der Medici ein von ihnen im Dezember 1429 durchgebrachtes Gesetz, das staatsschĂ€dliche Protektion unterbinden und den inneren Frieden sichern sollte. Es richtete sich gegen Aufsteiger, die sich durch ihre Beziehungen zu Mitgliedern der Signoria unerlaubte Vorteile verschafften, und gegen GroĂe, die Unruhe stifteten. Diese Gesetzgebung zielte somit auf Cosimo und seine sozial und politisch mobile Klientel. Ab 1431 wurde den fĂŒhrenden Köpfen der Medici-Gruppe zunehmend mit Aberkennung der BĂŒrgerrechte und Verbannung gedroht. Zu diesem Zweck sollte eine Sonderkommission gebildet und zu entsprechenden MaĂnahmen bevollmĂ€chtigt werden. Nach dem Ende des Krieges gegen Lucca wurde die Gefahr fĂŒr Cosimo akut, da er nun nicht mehr als Kreditgeber des Staats benötigt wurde. Daraufhin leitete er im FrĂŒhjahr 1433 den Transfer seines Kapitals ins Ausland ein. Einen groĂen Teil lieĂ er nach Venedig und Rom schaffen, einiges Geld versteckte er in Florenz in Klöstern. Damit sicherte er das Bankvermögen gegen das Risiko einer Enteignung, die im Fall einer Verurteilung wegen Hochverrats zu befĂŒrchten war.cite-ref-26[26]
Die Auslosung der Posten in der Signoria fĂŒr die Amtszeit September und Oktober 1433 ergab eine Zweidrittelmehrheit der Medici-Gegner. Diese Gelegenheit lieĂen sie sich nicht entgehen. Cosimo, der sich auĂerhalb der Stadt aufhielt, wurde von der Signoria zu einer Beratung eingeladen. Bei seinem Eintreffen im Stadtpalast am 5. September wurde er sofort festgenommen. Mit der Mehrheit von sechs zu drei beschloss die Signoria seine Verbannung und eine Sonderkommission bestĂ€tigte das Urteil, da er ein Zerstörer des Staats und Verursacher von Skandalen sei. Fast alle Angehörigen der Medici-Sippe wurden fĂŒr zehn Jahre von den Ămtern der Republik ausgeschlossen. Cosimo wurde nach Padua, sein Bruder Lorenzo nach Venedig verbannt; dort sollten sie zehn Jahre bleiben. Falls sie die ihnen zugewiesenen Aufenthaltsorte vorzeitig verlieĂen, drohte ihnen ein weiteres Urteil, das die Heimkehr fĂŒr immer ausschloss. Die lange Dauer der angeordneten Abwesenheit sollte das Netzwerk der Medici dauerhaft lahmlegen und zerreiĂen. Cosimo musste als Garantie fĂŒr sein kĂŒnftiges Wohlverhalten eine Kaution von 20.000 Florin hinterlegen. Er akzeptierte das Urteil, wobei er seine LoyalitĂ€t zur Republik hervorhob, und ging Anfang Oktober 1433 ins Exil.cite-ref-27[27]
Umschwung und Heimkehr (1433â1434)
Bald zeigte sich, dass das Netzwerk der Medici nicht nur in Florenz intakt blieb, sondern sogar im fernen Ausland effizient funktionierte. Cosimos Abschied und seine Reise nach Padua wurden zu einer triumphalen Demonstration seines Einflusses im In- und Ausland. Schon unterwegs erhielt er eine Vielzahl von Sympathiekundgebungen, Treuebezeugungen und Hilfsangeboten prominenter Persönlichkeiten und ganzer StĂ€dte. In Venedig, zu dessen Territorium der Verbannungsort Padua damals gehörte, war die UnterstĂŒtzung besonders stark, was mit dem Umstand zusammenhing, dass die Medici-Bank dort seit Jahrzehnten eine Filiale unterhielt. Als Cosimos Bruder Lorenzo in Venedig eintraf, wurde er vom Dogen Francesco Foscari persönlich sowie vielen Adligen empfangen. Die Republik Venedig ergriff klar fĂŒr die Verfolgten Partei und schickte einen Gesandten nach Florenz, der sich um die Aufhebung des Urteils bemĂŒhen sollte. Dieser erreichte immerhin, dass Cosimo gestattet wurde, sich in Venedig anzusiedeln. Kaiser Sigismund, den die Venezianer informiert hatten, Ă€uĂerte seine Missbilligung der Verbannung, die er fĂŒr eine Dummheit der Florentiner hielt. Sigismund hatte auf seinem Italienzug, von dem er im Oktober 1433 heimkehrte, unter anderem eine Regelung seines VerhĂ€ltnisses zur Republik Florenz angestrebt, aber keinen Verhandlungserfolg erzielen können.cite-ref-28[28]
Den Umschwung brachte schlieĂlich ein neuer Geldbedarf der Republik Florenz. Da die Lage der Staatsfinanzen prekĂ€r war und die Medici-Bank als Kreditgeber nicht mehr zur VerfĂŒgung stand, zeichnete sich eine Steuererhöhung ab. Dies fĂŒhrte zu solcher Unzufriedenheit, dass im Lauf des FrĂŒhlings und Sommers 1434 die Stimmung in der FĂŒhrungsschicht kippte. AnhĂ€nger der Medici und BefĂŒrworter einer Versöhnung bekamen zunehmend Oberwasser. Die neue Stimmungslage spiegelte sich in der fĂŒr die Amtszeit September und Oktober 1434 ausgelosten Signoria, die teils dezidiert medicifreundlich, teils versöhnungsbereit war. Der neue gonfaloniere di giustizia war ein entschlossener Gefolgsmann Cosimos. Er setzte am 20. September die Aufhebung des Verbannungsurteils durch. Nun drohte den AnfĂŒhrern der Albizzi-Gruppe das Schicksal, das sie im Vorjahr ihren Feinden bereitet hatten. Um dem zuvorzukommen, planten sie fĂŒr den 26. September einen Staatsstreich und zogen Bewaffnete zusammen. Da aber die Gegenseite rechtzeitig ihre KrĂ€fte mobilisiert hatte, wagten sie den Angriff nicht, denn ohne das Ăberraschungsmoment hĂ€tte er einen BĂŒrgerkrieg mit geringen Erfolgschancen bedeutet. SchlieĂlich griff Papst Eugen IV. als Vermittler ein. Der Papst war von einem Volksaufstand aus Rom vertrieben worden und lebte seit einigen Monaten in Florenz im Exil. Als Venezianer war Eugen tendenziell medicifreundlich gesinnt, und vor allem konnte er auf kĂŒnftige Darlehen der Medici-Bank hoffen. Es gelang ihm, Rinaldo zur Aufgabe zu bewegen.cite-ref-29[29]
Am 29. September brach Cosimo zur Heimkehr auf, die sich ebenso wie seine Abreise triumphal gestaltete. Am 2. Oktober wurde die Verbannung Rinaldos und einiger seiner WeggefĂ€hrten verfĂŒgt. Damit hatte die Medici-Gruppe den Machtkampf endgĂŒltig zu ihren Gunsten entschieden. Als Sieger gab sich Cosimo versöhnlich und agierte wie gewohnt vorsichtig. Allerdings hielt er es zur Sicherung seiner Stellung fĂŒr erforderlich, 73 feindliche BĂŒrger ins Exil zu schicken. Viele von ihnen durften spĂ€ter zurĂŒckkehren und sich sogar wieder fĂŒr die Signoria qualifizieren.cite-ref-30[30]
Die Ursachen fĂŒr den Ausgang des Machtkampfs wurden im frĂŒhen 16. Jahrhundert von NiccolĂČ Machiavelli analysiert. Er zog daraus allgemeine Lehren, darunter seine berĂŒhmte Forderung, dass ein Eroberer der Macht unmittelbar nach der Inbesitznahme des Staates alle unvermeidlichen Grausamkeiten auf einen Schlag begehen mĂŒsse. Machiavellis EinschĂ€tzung, wonach der Albizzi-Gruppe ihre Unentschlossenheit und Halbherzigkeit zum VerhĂ€ngnis wurde, wird von der modernen Forschung geteilt. Weitere Faktoren, die den Medici-Gegnern schadeten, waren das Fehlen innerer Geschlossenheit und einer ĂŒber AutoritĂ€t verfĂŒgenden FĂŒhrung. Hinzu kam ihr Mangel an RĂŒckhalt im Ausland, wo Cosimo mĂ€chtige VerbĂŒndete hatte.cite-ref-31[31]
TĂ€tigkeit als Staatsmann (1434â1464)
Nach seiner triumphalen Heimkehr wurde Cosimo faktisch der Lenker des florentinischen Staates und blieb bis zu seinem Tod in dieser informellen Stellung. Dabei respektierte er Ă€uĂerlich die Institutionen der republikanischen Verfassung, ein Amt mit Sondervollmachten strebte er fĂŒr sich nicht an. Er agierte aus dem Hintergrund mittels seines weitgespannten in- und auslĂ€ndischen Netzwerks.
Das BankgeschÀft als materielle Basis
Cosimo und seinen Zeitgenossen stand stets die Tatsache vor Augen, dass die Grundlage seiner politischen Machtentfaltung sein kommerzieller Erfolg war. Der Zusammenhalt seines Netzwerks hing in erster Linie von den GeldflĂŒssen ab, die nicht versiegen durften. In Nord- und Mittelitalien florierte das BankgeschĂ€ft, und niemand war darin erfolgreicher als er. Auch in der Kunst des Einsatzes finanzieller Ressourcen fĂŒr politische Ziele war er zu seiner Zeit unĂŒbertroffen. Unter seiner Leitung expandierte die Medici-Bank weiter; neue Zweigstellen wurden in Pisa, Mailand, BrĂŒgge, London und Avignon eröffnet, die Genfer Filiale wurde nach Lyon verlegt.cite-ref-32[32]
Eine Haupteinnahmequelle der groĂen, ĂŒberregional operierenden Banken, insbesondere der Medici-Bank, war die Kreditvergabe an Machthaber und geistliche WĂŒrdentrĂ€ger. Besonders groĂ war der Kreditbedarf der PĂ€pste, die zwar ĂŒber gewaltige EinkĂŒnfte aus der gesamten katholischen Welt verfĂŒgten, aber wegen kostspieliger militĂ€rischer Unternehmungen immer wieder in EngpĂ€sse gerieten. Darlehen an Machthaber waren lukrativ, aber mit betrĂ€chtlichen Risiken verbunden. Es musste mit der Möglichkeit gerechnet werden, dass solche Schuldner die RĂŒckzahlung verweigerten oder nach einem verlustreichen Krieg, den sie mit Fremdkapital finanziert hatten, zumindest zeitweilig nicht mehr zahlungsfĂ€hig waren. Ein weiteres Risiko bestand im gewaltsamen Tod des Schuldners durch einen Mordanschlag oder auf einem Feldzug. Durch solche Ereignisse bedingte ZahlungsausfĂ€lle konnten auch bei groĂen Banken zur Insolvenz fĂŒhren. Die EinschĂ€tzung der Chancen und Risiken derartiger GeschĂ€fte gehörte zu den wichtigsten Aufgaben Cosimos.cite-ref-33[33]
Ein Bankier des 15. Jahrhunderts benötigte politische Begabung und groĂes diplomatisches Geschick, denn GeschĂ€ft und Politik waren verschmolzen und mit vielfĂ€ltigen familiĂ€ren Interessen verknĂŒpft. DarlehensgewĂ€hrung war hĂ€ufig auch faktische Parteinahme in den erbitterten Konflikten zwischen Machthabern, StĂ€dten oder auch Parteien innerhalb einer BĂŒrgerschaft. Entscheidungen ĂŒber die Vergabe, Begrenzung oder Verweigerung von Krediten oder UnterstĂŒtzungsgeldern hatten weitreichende politische Konsequenzen; sie schufen und bewahrten BĂŒndnisse und Netzwerke oder erzeugten gefĂ€hrliche Feindschaften. Auch militĂ€risch wirkten sie sich aus, denn die zahlreichen Kriege unter den nord- und mittelitalienischen StĂ€dten wurden mit dem kostspieligen Einsatz von SöldnerfĂŒhrern (Condottieri) ausgetragen. Diese standen mit ihren Truppen nur zur VerfĂŒgung, solange der Auftraggeber zahlungskrĂ€ftig war; wenn dies nicht mehr der Fall war, lieĂen sie sich vom Feind abwerben oder plĂŒnderten auf eigene Rechnung. Die Entscheidungen, die Cosimo als Bankier traf, waren zum Teil nur politisch, nicht kommerziell sinnvoll. Manche seiner Zahlungen waren politisch unumgĂ€nglich, aber ökonomisch reine VerlustgeschĂ€fte. Sie dienten der Pflege seines Ansehens oder der Sicherung der LoyalitĂ€t von VerbĂŒndeten. Dazu zĂ€hlten die Belohnungen fĂŒr geleistete politische Dienste und die ErfĂŒllung von Aufgaben, die als patriotische Pflichten galten.cite-ref-34[34]
In Florenz waren die Haupteinnahmequellen der Medici-Bank der Geldwechsel und die Kreditvergabe an Angehörige der Oberschicht, die in finanzielle BedrĂ€ngnis geraten waren. Insbesondere zur Bezahlung von Steuerschulden wurden Darlehen benötigt, denn sĂ€umige Steuerschuldner durften keine Ămter ausĂŒben. Weitaus bedeutender war jedoch das KreditgeschĂ€ft mit auswĂ€rtigen Machthabern. Der wichtigste GeschĂ€ftspartner der Bank war der Papst, als dessen Hauptbankier Cosimo fungierte. Vor allem dank der Verbindung mit der Kurie waren die römischen GeschĂ€fte der Bank die lukrativsten. Die dortigen Zinseinnahmen und die Provisionen auf die getĂ€tigten Transaktionen boten eine hohe Gewinnspanne und die GeschĂ€fte waren wegen des stĂ€ndigen Geldbedarfs der Kurie sehr umfangreich. Daher erwirtschaftete die Filiale in Rom den gröĂten Teil der Gewinne. AuĂerdem wirkte sich die enge Beziehung zur Kurie auch politisch vorteilhaft aus. Wenn der Papst Rom verlieĂ, folgte ihm die römische Filiale; sie war stets dort zu finden, wo sein Hof sich aufhielt.cite-ref-35[35]
Neben der politischen und ökonomischen Kompetenz war der wichtigste Faktor, von dem der Erfolg eines Bankiers abhing, seine Menschenkenntnis. Er musste in der Lage sein, die KreditwĂŒrdigkeit seiner Kunden und die ZuverlĂ€ssigkeit seiner auswĂ€rtigen Zweigstellenleiter, die viele Gelegenheiten zum Betrug hatten, richtig einzuschĂ€tzen. Cosimo verfĂŒgte ebenso wie sein Vater in hohem MaĂe ĂŒber diese FĂ€higkeiten. Seine Verschwiegenheit, NĂŒchternheit und Voraussicht und sein geschickter Umgang mit GeschĂ€ftspartnern verschafften ihm Respekt. Auch die moderne Forschung wĂŒrdigt diese QualitĂ€ten des Mediceers, die maĂgeblich zu seinem kommerziellen und politischen Erfolg beitrugen.cite-ref-36[36]
Aus Cosimos Korrespondenz mit dem Leiter der Filiale der Medici-Bank in Venedig geht hervor, dass die Bank systematisch Steuern hinterzog und dass Cosimo persönlich Anweisungen zur BilanzfÀlschung erteilte. Der Zweigstellenleiter, Alessandro Martelli, versicherte ihm, dass auf die Verschwiegenheit des Personals Verlass sei.cite-ref-37[37]
Innenpolitische Konsolidierung (1434â1455)
Der entscheidende Schritt, der nach dem Sieg von 1434 die Stellung Cosimos dauerhaft absicherte, war eine Ănderung des Auslosungsverfahrens zur Bestimmung der Mitglieder der Signoria. Die Gesamtmenge der Namen auf den Loszetteln, die in die Beutel gelegt wurden, wurde von rund zweitausend auf eine Mindestzahl von 74 reduziert, fĂŒr den Beutel des gonfaloniere di giustizia wurde eine Mindestzahl von vier festgelegt.cite-ref-38[38] Damit wurde die Anzahl der Kandidaten ĂŒberschaubar und die Rolle des Zufalls im Auslosungsprozess stark vermindert. Mit der FĂŒllung der Losbeutel waren traditionell von der Signoria ernannte MĂ€nner betraut, die accoppiatori genannt wurden. Sie sorgten fortan dafĂŒr, dass nur noch Namen von Bewerbern, die Cosimo genehm waren, in die Beutel kamen. So blieb es zwar beim Prinzip des Losentscheids, doch war nun ein wirksamer Filter eingebaut, der ĂŒberraschende Ănderungen der MachtverhĂ€ltnisse verhinderte. Dieses Verfahren wurde imborsazione a mano (âHandverlesungâ) genannt. Es konnte zwar von Cosimo durchgesetzt werden, war aber in der BĂŒrgerschaft tendenziell unbeliebt, da es offensichtlich manipulativ war und fĂŒr viele den Zugang zu den prestigereichen Ămtern erschwerte oder verunmöglichte. Immer wieder wurde die Forderung nach RĂŒckkehr zum offenen Losverfahren erhoben. Mit diesem Anliegen konnte man auf harmlose Art Unzufriedenheit mit der MachtfĂŒlle des Mediceers ausdrĂŒcken. Das AusmaĂ des Widerstands gegen die Handverlesung wurde zum Gradmesser fĂŒr die Unbeliebtheit des Herrschaftssystems. Dies hatte fĂŒr Cosimo auch Vorteile: Er erhielt dadurch die Möglichkeit, flexibel zu reagieren, wenn sich in der BĂŒrgerschaft Ărger aufstaute oder wenn er den Eindruck hatte, dass eine relativ entspannte Lage ihm Konzessionen gestattete. Je nach der Entwicklung der innen- und auĂenpolitischen VerhĂ€ltnisse setzte er reine Handverlesung durch oder lieĂ freie Auslosung zu. Zeitweilig wurde ein Mischverfahren praktiziert, bei dem die Namen des gonfaloniere di giustizia und dreier weiterer Ratsmitglieder aus handverlesenen Beuteln gezogen und die ĂŒbrigen fĂŒnf Mitglieder der Signoria frei ausgelost wurden.cite-ref-39[39]
Den vielen BĂŒrgern, die keine Gelegenheit erhielten, Mitglied der Signoria zu werden, bot Cosimos System Gelegenheit, ihren Ehrgeiz dennoch teilweise zu befriedigen. Ansehen verschaffte nicht nur die AusĂŒbung eines Regierungsamts, sondern schon die Anerkennung der Tatsache, dass man als ehrbarer BĂŒrger die persönlichen Voraussetzungen dafĂŒr erfĂŒllte. In die Beutel legte man daher auch Loszettel von Personen, gegen die keine persönlichen EinwĂ€nde bestanden, die aber aus einem Ă€uĂerlichen Grund nicht in Betracht kamen, etwa weil sie mit einem Amtsinhaber zu nahe verwandt waren oder infolge des Quotensystems ausscheiden mussten, da sie zur falschen Zunft gehörten oder im falschen Bezirk wohnten. Wenn dann ein solcher Zettel gezogen wurde, wurde festgestellt, dass der Betreffende als Ausgeloster âgesehenâ wurde (veduto), aber wegen eines formalen gesetzlichen Hindernisses seinen Sitz im Stadtrat nicht einnehmen konnte. Ein veduto konnte aus dem Umstand, dass ihm die theoretische AmtsfĂ€higkeit bescheinigt wurde, Prestige ziehen.cite-ref-40[40]
Im Lauf der Zeit wurden immer wieder temporĂ€re Gremien mit legislativen und finanzpolitischen Sondervollmachten geschaffen. Die Einrichtung von Kommissionen zur Erledigung besonderer Aufgaben, auch in Notstandslagen, war an sich keine Neuerung und stand mit der republikanischen Verfassung in Einklang. Ein Unterschied zu den frĂŒheren VerhĂ€ltnissen bestand aber darin, dass solche Gremien frĂŒher nach einigen Tagen oder wenigen Wochen wieder aufgelöst wurden, wĂ€hrend nun ihre Vollmachten fĂŒr lĂ€ngere ZeitrĂ€ume erteilt wurden. Damit nahm ihr politisches Gewicht zu, was Cosimos Absicht entsprach; fĂŒr ihn waren die Kommissionen wichtige Machtinstrumente. Durch diese Entwicklung kam es jedoch zu Reibungen mit den fortbestehenden alten Institutionen, dem Volksrat und dem Gemeinderat. Diese verteidigten ihre herkömmlichen Rechte, waren aber im Machtkampf dadurch benachteiligt, dass ihre Amtsperiode nur vier Monate betrug. Die Abgrenzung der ZustĂ€ndigkeiten zwischen den stĂ€ndigen und den temporĂ€ren Gremien war kompliziert und umkĂ€mpft, es ergaben sich Ăberschneidungen und Kompetenzstreitigkeiten. Dabei war die Steuergesetzgebung ein besonders heikles Feld. Hier war Cosimo darauf angewiesen, den Konsens mit der FĂŒhrungsschicht der BĂŒrgerschaft zu suchen. Da er keine diktatorische Macht besaĂ, waren die Gremien keineswegs gleichgeschaltet. Sowohl der Volks- und der Gemeinderat als auch die Kommissionen fassten BeschlĂŒsse gemÀà den Interessen und Ăberzeugungen ihrer Mitglieder, die nicht immer mit Cosimos WĂŒnschen ĂŒbereinstimmten. Die RĂ€te waren in der Lage, seinen Absichten hinhaltenden Widerstand zu leisten. Die Abstimmungen in den Gremien waren frei, wie die manchmal knappen Mehrheiten zeigen.cite-ref-41[41]
Krisenjahre (1455â1458)
Nur einmal geriet Cosimos Regierungssystem in eine ernste Krise. Dies geschah erst im letzten der drei Jahrzehnte, in denen er die Herrschaft ausĂŒbte. Als die italienischen MĂ€chte im Februar 1455 einen allgemeinen Frieden schlossen, kam es zu einer auĂenpolitischen Entspannung, die so weitgehend war, dass das unpopulĂ€re System der Handverlesung nicht mehr mit einem Ă€uĂeren Notstand begrĂŒndet werden konnte. In der Ăffentlichkeit wurde die Forderung nach WiedereinfĂŒhrung des offenen Losverfahrens lauter denn je. Cosimo gab nach: Die alte Ordnung trat wieder in Kraft, die Handverlesung wurde verboten, der Volksrat und der Gemeinderat erhielten den frĂŒheren Umfang ihrer legislativen und finanzpolitischen Entscheidungsgewalt zurĂŒck. Damit wurde die Medici-Herrschaft wieder von ZufĂ€llen und von der Gunst der öffentlichen Meinung abhĂ€ngig. In dieser labilen Lage verschĂ€rfte sich ein Problem, das fĂŒr das Regierungssystem eine ernste Bedrohung darstellte: Die öffentlichen Finanzen waren wegen langjĂ€hriger hoher RĂŒstungsaufwendungen und wiederholter Epidemien so zerrĂŒttet, dass die Erhöhung der direkten Steuer, die von der wohlhabenden Oberschicht zu entrichten war, unumgĂ€nglich schien. Dieses Vorhaben stieĂ aber auf anhaltenden Widerstand, neue Steuergesetze wurden in den RĂ€ten blockiert. Im September 1457 entlud sich der Unmut in einer Verschwörung, die auf einen Umsturz abzielte. Das Komplott wurde entdeckt und sein AnfĂŒhrer Piero deâ Ricci hingerichtet.cite-ref-42[42]
Die Spannungen nahmen weiter zu, als die RĂ€te schlieĂlich im Januar 1458 ein neues, von Cosimo befĂŒrwortetes Steuergesetz billigten, das sich auf die gesamte wohlhabende Schicht auswirkte. Das Gesetz entlastete die Minderbemittelten und erhöhte den Steuerdruck auf die Reichen. Der seit Jahrzehnten unverĂ€ndert gĂŒltige catasto, das Verzeichnis der steuerpflichtigen Vermögen und Einkommen, sollte auf den aktuellen Stand gebracht werden. Das wurde von denjenigen, deren Besitz seit der letzten Veranlagung stark zugenommen hatte, als harter Schlag empfunden. Infolgedessen schwand im Patriziat die Zustimmung zum herrschenden System. Im April 1458 wurde ein Gesetz eingefĂŒhrt, das die Schaffung bevollmĂ€chtigter Kommissionen stark erschwerte und ihnen die DurchfĂŒhrung eines squittinio verbot. Da Kommissionen fĂŒr Cosimo ein wichtiges Instrument waren, mit dem er seinen Einfluss auf den squittinio und damit auf die Kandidaturen ausĂŒbte, richtete sich diese MaĂnahme gegen ein Hauptelement seines Herrschaftssystems. Das neue Gesetz wurde im Volksrat und im Gemeinderat mit ĂŒberwĂ€ltigenden Mehrheiten gebilligt. Cosimos SchwĂ€chung war unĂŒbersehbar.cite-ref-43[43]
Die Lockerung der Medici-Herrschaft seit der Verfassungsreform von 1455 und die allgemeine Verunsicherung angesichts der sozialen Spannungen und fiskalischen Probleme fĂŒhrten zu einer grundsĂ€tzlichen Debatte ĂŒber die Verfassungsordnung. Ăber das AusmaĂ und die Ursachen der ĂbelstĂ€nde sowie mögliche Abhilfen wurde offen und kontrovers diskutiert. Eine zentrale Frage war, wie der Personenkreis, der fĂŒr wichtige Ămter in Betracht kam, festgelegt werden sollte. Cosimo wĂŒnschte einen kleinen Kreis potentieller AmtstrĂ€ger, er erstrebte die RĂŒckkehr zur Handverlesung. Auf der Gegenseite standen Geschlechter, die fĂŒr Auslosung aus einem groĂen Kandidatenkreis eintraten, weil sie der Dominanz Cosimos ĂŒberdrĂŒssig waren und sein Regierungssystem beseitigen wollten. Die Signoria neigte einige Zeit zu einer Kompromisslösung, doch gewannen die BefĂŒrworter der Handverlesung zunehmend an Boden. AuĂerdem plĂ€dierten AnhĂ€nger der Medici-Herrschaft fĂŒr die EinfĂŒhrung eines neuen stĂ€ndigen Gremiums mit sechsmonatiger Amtszeit, das weitreichende Vollmachten erhalten sollte. BegrĂŒndet wurde dies mit der Notwendigkeit der Effizienzverbesserung. Dieser Vorschlag war jedoch, wie seine BefĂŒrworter einrĂ€umten, im Volksrat und im Gemeinderat chancenlos. Daher wurde nicht einmal versucht, ihn dort durchzubringen.cite-ref-44[44]
Im Sommer 1458 kam es zu einer Verfassungskrise. In der Signoria, die im Juli und August amtierte, dominierte Cosimos Gefolgschaft, die entschlossen war, diese Gelegenheit zur RĂŒckeroberung der Macht zu nutzen. Der Volksrat, in dem Gegner der Medici die Oberhand hatten, wies jedoch die VorschlĂ€ge der Signoria hartnĂ€ckig zurĂŒck. Die Medici-Gruppe versuchte, eine offene Abstimmung im Volksrat durchzusetzen, um Druck auf einzelne Ratsmitglieder ausĂŒben zu können. Damit stieĂ sie aber auf den energischen Widerstand des Erzbischofs von Florenz, Antonino Pierozzi, der die geheime Abstimmung als Gebot der ânatĂŒrlichen Vernunftâ bezeichnete und eine andere Verfahrensweise mit Androhung der Exkommunikation verbot.cite-ref-45[45]
Da unklar war, welche Seite ab September in der Signoria die Mehrheit haben wĂŒrde, geriet die Medici-Gruppe unter Zeitdruck. SchlieĂlich berief die Signoria, wie es die Verfassung fĂŒr schwere Krisen vorsah, eine Volksversammlung (parlamento) ein. Eine solche Versammlung konnte verbindliche BeschlĂŒsse fassen und eine Kommission mit Sondervollmachten zur Lösung der Krise einsetzen. Zuletzt war dies 1434 bei Cosimos RĂŒckkehr geschehen, zuvor bei seiner Verbannung. Das parlamento von Florenz war in der Theorie als demokratisches Verfassungselement konzipiert; es sollte das Organ sein, das den Volkswillen zum Ausdruck brachte und in Notstandslagen eine Entscheidung herbeifĂŒhrte, wenn der regulĂ€re Gesetzgebungsprozess blockiert war. In der Praxis pflegte aber die Patriziergruppe, die das parlamento einberufen lieĂ, durch EinschĂŒchterung dafĂŒr zu sorgen, dass die Beschlussfassung im gewĂŒnschten Sinn erfolgte. So war es auch diesmal. Cosimo, der sich nach auĂen hin zurĂŒckhielt, hatte am 1. August erstmals mit dem mailĂ€ndischen Gesandten ĂŒber militĂ€rische UnterstĂŒtzung von auĂen verhandelt. Er war sich seiner Sache sicher; spĂ€testens am 5. August fiel die Entscheidung, die Volksversammlung fĂŒr den 11. August einzuberufen, obwohl noch keine Hilfszusage aus Mailand vorlag. Am 10. August ordnete die Signoria das parlamento fĂŒr den folgenden Tag an. Als die BĂŒrger zum Versammlungsort strömten, fanden sie ihn von einheimischen Bewaffneten und mailĂ€ndischen Söldnern bewacht. Nach einem Augenzeugenbericht verlas ein Notar den Text, der zu genehmigen war, so leise, dass nur wenige in der Menge ihn verstanden und ihre Zustimmung Ă€uĂerten. Dies wurde aber als ausreichend betrachtet. Die Versammlung billigte alle VorschlĂ€ge der Signoria und löste sich dann auf. Damit war die Krise beendet. Der Weg zur Verwirklichung einer Verfassungsreform, die Cosimos Herrschaft zementierte, war frei.cite-ref-46[46]
Neue Festigung der Macht (1458â1464)
Die Sieger ergriffen die MaĂnahmen, die ihnen zur Sicherung der Macht erforderlich schienen. Mehr als 1500 politisch unzuverlĂ€ssigen BĂŒrgern wurde die Qualifikation zur Kandidatur fĂŒr FĂŒhrungsĂ€mter aberkannt. Viele von ihnen verlieĂen die Stadt, in der sie keine Zukunft mehr fĂŒr sich sahen. Eine Reihe von Verbannungsurteilen sollte der erneuten Entstehung einer organisierten Opposition vorbeugen. Die Befugnisse des Geheimdienstes, der otto di guardia, wurden vergröĂert. Die BeschlĂŒsse zum Umbau der Verfassung wurden teils schon von der Volksversammlung gefasst, teils von der neuen Sonderkommission, die zu diesem Zweck eingesetzt wurde. Der wichtigste Schritt neben der RĂŒckkehr zur Handverlesung war die Schaffung eines stĂ€ndigen Gremiums, das der Medici-Gruppe als dauerhaftes Herrschaftsinstrument dienen und die temporĂ€ren Kommissionen der Zeit vor 1455 ablösen sollte. Dies war der âRat der Hundertâ, dessen Amtszeit auf sechs Monate festgelegt wurde. Ihm wurde die Aufgabe ĂŒbertragen, als erster Rat ĂŒber die Gesetze, welche die Ămterbesetzung, das Steuerrecht und die Einstellung von Söldnern betrafen, zu beraten und sie dann an den Volksrat und den Gemeinderat weiterzuleiten. AuĂerdem erhielt er ein Vetorecht bei allen nicht von ihm selbst ausgehenden Gesetzesinitiativen. Somit wurde fĂŒr jedes neue legislative Vorhaben die Zustimmung aller drei RĂ€te erforderlich, denn die alten RĂ€te behielten das Recht, jede Gesetzgebung zu blockieren. Die Schonung der beiden alten RĂ€te, die Hochburgen der Opposition gewesen waren, lĂ€sst erkennen, dass Cosimo beim Ausbau seiner Machtstellung vorsichtig vorging. Damit nahm er auf die BedĂŒrfnisse des republikanisch gesinnten Patriziats RĂŒcksicht. FĂŒr die Bestimmung der Mitglieder des Rats der Hundert wurde ein gemischtes Wahl- und Losverfahren mit komplizierten Regeln festgelegt. Qualifiziert sollten nur BĂŒrger sein, deren Namen schon frĂŒher bei der Auslosung fĂŒr die herkömmlichen FĂŒhrungsĂ€mter (tre maggiori) gezogen worden waren. Diese Bestimmung sollte gewĂ€hrleisten, dass nur bewĂ€hrte Patrizier, deren Haltung bereits hinreichend bekannt war, in das neue Gremium gelangten.cite-ref-47[47]
Die Handverlesung fĂŒr die Signoria wurde 1458 nur als Provisorium fĂŒr fĂŒnf Jahre eingefĂŒhrt. 1460 wurde das Provisorium nach der Aufdeckung einer Verschwörung um weitere fĂŒnf Jahre verlĂ€ngert. Das lĂ€sst erkennen, dass dieses Verfahren weiterhin unbeliebt war und dem Patriziat nur aus besonderem Anlass und mit Befristung akzeptabel schien.cite-ref-48[48]
Unzufriedenheit machte sich in Florenz auch in den letzten Lebensjahren Cosimos noch bemerkbar, ernsthaft gefÀhrdet wurde seine Stellung nach 1458 jedoch nicht mehr. In seinen letzten Jahren hielt er sich seltener im Palast der Signoria auf, er lenkte die Politik nun meist von seinem eigenen Palast in der Via Larga aus. Dorthin verlagerte sich das Machtzentrum.cite-ref-49[49]
AuĂenpolitik
Die AuĂenpolitik der Republik Florenz war zu Cosimos Zeit von einer Konstellation geprĂ€gt, in der neben Florenz die bedeutenden RegionalmĂ€chte Mailand, Venedig, Neapel und der Kirchenstaat die Hauptrollen spielten.cite-ref-50[50] Von diesen fĂŒnf VormĂ€chten der italienischen Staatenwelt, die in der Forschung auch als Pentarchie bezeichnet werden, war Florenz die politisch und militĂ€risch schwĂ€chste, aber durch das Bankwesen und den Fernhandel wirtschaftlich bedeutend. Zwischen Mailand und Florenz bestand eine traditionelle Feindschaft, die zu den bestimmenden Faktoren des Staatensystems im spĂ€ten 14. Jahrhundert und in der ersten HĂ€lfte des 15. Jahrhunderts gehörte. Die Florentiner sahen sich vom Expansionsdrang der MailĂ€nder Herzöge aus dem Geschlecht der Visconti bedroht. Die Auseinandersetzung mit den Visconti betrachteten sie nicht als bloĂen Konflikt zwischen zwei Staaten, sondern auch als Kampf zwischen ihrer republikanischen Freiheit und tyrannischer Gewaltherrschaft. Im Zeitraum 1390â1402 fĂŒhrte Florenz drei Abwehrkriege gegen Herzog Giangaleazzo Visconti, der Mailand zur Hegemonialmacht Italiens machen wollte und seinen Machtbereich nach Mittelitalien ausdehnte. Mailand war nicht nur militĂ€risch ĂŒberlegen, sondern hatte auch die UnterstĂŒtzung der kleineren StĂ€dte der Toskana, die sich gegen die Unterwerfung unter florentinische Herrschaft wehrten. Florenz war auf sehr kostspielige Söldnertruppen angewiesen und litt daher unter den hohen Kriegskosten. Der dritte Krieg gegen Giangaleazzo verlief fĂŒr die Florentiner ungĂŒnstig; am Ende standen sie 1402 ohne VerbĂŒndete da und mussten mit einer Belagerung rechnen. Nur der plötzliche Tod des Herzogs im Sommer 1402 rettete sie vor der existenziellen Gefahr.cite-ref-51[51]
Im Jahr 1424 fĂŒhrte die Expansionspolitik des Herzogs Filippo Maria Visconti zu einem neuen Krieg zwischen den beiden StĂ€dten, der bis 1428 dauerte. In diesem Kampf gegen Mailand war Florenz mit Venedig verbĂŒndet. Danach versuchten die Florentiner von Dezember 1429 bis April 1433 vergeblich, die toskanische Stadt Lucca militĂ€risch zu unterwerfen. Lucca war theoretisch mit Florenz verbĂŒndet, stand aber faktisch auf der Seite Mailands. Cosimo, der die Aussichten auf einen Sieg ĂŒber Lucca schon 1430 skeptisch beurteilt hatte,cite-ref-52[52] war im April 1433 maĂgeblich an den Friedensverhandlungen beteiligt, die zur Beendigung der Feindseligkeiten fĂŒhrten.cite-ref-53[53]
Der Krieg gegen Lucca war fĂŒr die Republik Florenz ein finanzielles Desaster, wĂ€hrend die Medici-Bank als Kreditgeber des Staates davon profitierte. Daher gehörte zu den Anschuldigungen, die nach Cosimos Verhaftung 1433 gegen ihn erhoben wurden, auch die Behauptung, er habe den Krieg angezettelt und dann durch politische Intrigen unnötig verlĂ€ngert, um daraus den gröĂtmöglichen Profit zu schlagen. Die GlaubwĂŒrdigkeit der detaillierten VorwĂŒrfe ist aus heutiger Sicht schwer zu beurteilen; auf jeden Fall ist mit polemischer Verzerrung zu rechnen. Unzweifelhaft ist, dass Cosimos Rivale Rinaldo degli Albizzi zu den profiliertesten BefĂŒrwortern des Krieges zĂ€hlte. Nach dem Fehlschlag spielte die Schuldfrage in den innenpolitischen MachtkĂ€mpfen der Florentiner Patriziergeschlechter offenbar eine wichtige Rolle.cite-ref-54[54]
Das politische Gewicht der Medici zeigte sich in den Verhandlungen, die 1438 ĂŒber die Verlagerung des in Ferrara tagenden Konzils nach Florenz gefĂŒhrt wurden. Cosimo hielt sich damals als Gesandter der Republik Florenz monatelang in Ferrara auf und verhandelte mit Papst Eugen IV. und dessen Mitarbeitern. Auch sein Bruder Lorenzo gehörte zu den maĂgeblichen Akteuren. Die Florentiner erhofften sich von den guten Beziehungen der Medici zur Kurie eine wirksame UnterstĂŒtzung ihres Anliegens. TatsĂ€chlich kam eine Vereinbarung ĂŒber den Umzug nach Florenz zustande, die einen bedeutenden Erfolg der florentinischen Diplomatie darstellte.cite-ref-55[55]
Auch nachdem Cosimo den innenpolitischen Machtkampf 1434 gewonnen hatte, blieb die Auseinandersetzung mit Filippo Maria Visconti eine zentrale Herausforderung fĂŒr die auswĂ€rtige Politik der Republik Florenz. Der Konflikt wurde wiederum militĂ€risch ausgetragen. Verbannte Florentiner Gegner der Medici, darunter Rinaldo degli Albizzi, hatten sich nach Mailand begeben; sie hofften, Filippo Maria werde ihnen die Heimkehr mit Waffengewalt ermöglichen. Florenz war mit Papst Eugen IV. und Venedig verbĂŒndet. In der Schlacht von Anghiari besiegten im Jahr 1440 Truppen dieser Koalition das mailĂ€ndische Heer. Damit war der Versuch der exilierten Feinde Cosimos, ihn mit auslĂ€ndischer Hilfe zu stĂŒrzen, endgĂŒltig gescheitert. Im folgenden Jahr wurde ein fĂŒr Florenz vorteilhafter Friedensvertrag geschlossen, der zur Festigung von Cosimos Herrschaft beitrug. Die Feindschaft zwischen Mailand und Florenz dauerte aber an, bis Filippo Maria 1447 ohne mĂ€nnlichen Erben starb und damit die Dynastie der Visconti erlosch.cite-ref-56[56]
Cosimo betrachtete das BĂŒndnis mit Venedig und den Kampf gegen Mailand nicht als naturgegebene, zwangslĂ€ufige Konstellation, sondern nur als Folge der unvermeidlichen Konfrontation mit dem Geschlecht der Visconti. Sein langfristiges Ziel war eine Allianz mit Mailand, die der bedrohlichen Ausweitung des venezianischen Machtbereichs auf dem Festland entgegentreten sollte. Dies setzte einen Dynastiewechsel in Mailand voraus. Nach dem Tod Filippo Marias drohte dort ein Machtvakuum. Als Folge war aus Cosimos Sicht die Auflösung des Herrschaftsbereichs der erloschenen Familie Visconti und damit eine Hegemonie Venedigs in Norditalien zu befĂŒrchten. Daher war es ein zentrales Anliegen des Florentiner Staatsmanns, dass in Mailand ein neues, ihm freundlich gesinntes Geschlecht von Herzögen an die Macht kam. Sein Kandidat war der Condottiere Francesco Sforza, der mit Filippo Marias unehelicher Tochter und Erbin Bianca Maria verheiratet war. Sforzas Ehrgeiz, die Nachfolge des letzten Visconti anzutreten, war seit langem bekannt.cite-ref-57[57]
Diese Konstellation hatte eine bewegte Vorgeschichte. Ab 1425 stand Sforza im Dienst Filippo Marias, der ihn zu seinem Schwiegersohn machen wollte, um ihn an sich zu binden. Im Jahr 1430 trug er zur Rettung Luccas vor einem Angriff der Florentiner bei.cite-ref-58[58] Im MĂ€rz 1434 lieĂ er sich aber von Eugen IV. fĂŒr die Gegenseite, die Allianz der Visconti-Gegner, anwerben. Darauf belagerte er 1437 Lucca, das die Florentiner weiterhin unterwerfen wollten. Dies hinderte ihn aber nicht daran, erneut mit Filippo Maria ĂŒber die geplante Ehe mit dessen Erbin zu verhandeln. SchlieĂlich kam im MĂ€rz 1438 eine Einigung zustande: Die Heirat wurde beschlossen und die Mitgift festgelegt. Sforza durfte im Dienst der Florentiner bleiben, verpflichtete sich aber, nicht gegen Mailand zu kĂ€mpfen. Florenz und Mailand schlossen einen Waffenstillstand. Doch schon im Februar 1439 vollzog Sforza einen neuen Wechsel: Er nahm den Vorschlag der Florentiner und Venezianer an, das Kommando der Truppen der antimailĂ€ndischen Liga zu ĂŒbernehmen. Als Filippo Maria nach verlustreichen KĂ€mpfen in eine schwierige Lage geraten war, sah er sich 1441 gezwungen, der Heirat endgĂŒltig zuzustimmen. Sforza musste dieses ZugestĂ€ndnis des Herzogs, das ihn zu dessen prĂ€sumptivem Nachfolger machte, nicht mit einem neuen Allianzwechsel erkaufen; er blieb auch nach der Hochzeit Befehlshaber der StreitkrĂ€fte der Liga. Sein VerhĂ€ltnis zu seinem Schwiegervater schwankte in der Folgezeit weiterhin zwischen BĂŒndnis und militĂ€rischer Konfrontation.cite-ref-59[59]
In dieser Zeit schnell wechselnder Verbindungen entstand zwischen Francesco Sforza und Cosimo deâ Medici eine dauerhafte Freundschaft.cite-ref-60[60] Die beiden MĂ€nner schlossen ein persönliches BĂŒndnis als Grundlage fĂŒr eine kĂŒnftige florentinisch-mailĂ€ndische Allianz nach dem geplanten Machtwechsel in Mailand. Die Medici-Bank half dem Condottiere mit umfangreicher KreditgewĂ€hrung; als er 1466 starb, schuldete er ihr mehr als 115.000 Dukaten.cite-ref-61[61] Ăberdies stellte ihm die Republik Florenz auf Veranlassung Cosimos betrĂ€chtliche finanzielle Mittel zur VerfĂŒgung. Dieser Kurs war allerdings bei den Florentiner Patriziern â auch in Cosimos AnhĂ€ngerschaft â umstritten. Es gab betrĂ€chtliche Vorbehalte gegen Sforza, die von der republikanischen Abneigung gegen Alleinherrscher genĂ€hrt wurden. AuĂerdem entfremdete Cosimos Strategie ihm den Papst, der mit Sforza in einem Territorialstreit lag und sich daher gegen den Condottiere mit Filippo Maria verbĂŒndete. Eugen IV. wurde zu einem Gegner Cosimos, mit dem er zuvor erfolgreich zusammengearbeitet hatte. Ab 1443 residierte er nicht mehr in Florenz, wohin er 1434 geflohen war, sondern wieder in Rom. Seine neue Haltung zeigte sich sogleich darin, dass er dem Leiter der römischen Filiale der Medici-Bank das eintrĂ€gliche Amt des pĂ€pstlichen Generaldepositars entzog. Als der Erzbischof von Florenz starb, ernannte Eugen den Dominikaner Antonino Pierozzi, der Cosimo sehr distanziert gegenĂŒberstand, zum Nachfolger. Der Mediceer seinerseits unterstĂŒtzte offen einen erfolglosen Versuch Sforzas, sich Roms zu bemĂ€chtigen. Nach dem Tod Eugens, der 1447 starb, gelang es Cosimo jedoch, zum Nachfolger Nikolaus V. ein gutes VerhĂ€ltnis aufzubauen. Sein Vertrauensmann in Rom, Roberto Martelli, wurde wieder Generaldepositar.cite-ref-62[62]
In Mailand setzten sich nach Filippo Marias Tod zunĂ€chst republikanische KrĂ€fte durch, doch gelang es Sforza im Jahr 1450, dort die Macht zu ĂŒbernehmen. Nun konnte das von Cosimo gewĂŒnschte mailĂ€ndisch-florentinische BĂŒndnis verwirklicht werden, das eine tiefgreifende Ănderung der politischen VerhĂ€ltnisse bewirkte. Es wurde zu einer âHauptachse der italienischen Politikâcite-ref-63[63] und erwies sich damit als bedeutender auĂenpolitischer Erfolg des Florentiner Staatsmanns. Allerdings fĂŒhrte es zum Bruch der traditionellen Allianz der Republiken Florenz und Venedig. Die Venezianer, die gehofft hatten, vom Untergang der Visconti zu profitieren, waren die Verlierer der neuen Konstellation. Im Juni 1451 verbannte Venedig die florentinischen Kaufleute aus seinem Territorium. Im folgenden Jahr begann der Krieg zwischen Venedig und Mailand, Florenz blieb diesmal verschont. Die Feindseligkeiten endeten im April 1454 mit dem Frieden von Lodi, in dem Venedig Sforza als Herzog von Mailand anerkannte.cite-ref-64[64]
Es folgte die GrĂŒndung der Lega italica, eines Pakts, dem alle fĂŒnf RegionalmĂ€chte beitraten. Diese Vereinbarung garantierte den Besitzstand der Staaten und schuf ein stabiles Gleichgewicht der MĂ€chte. AuĂerdem richtete sie sich implizit gegen Frankreich; die VertragsmĂ€chte wollten einem militĂ€rischen Eingreifen der Franzosen auf italienischem Boden vorbeugen. Dieses insbesondere von Sforza angestrebte Ziel akzeptierte Cosimo nur zögernd. Er wollte zwar auch französische Truppen von Italien fernhalten, glaubte aber, dass Venedig fĂŒr Florenz die gröĂere Gefahr sei und daher die Option eines BĂŒndnisses mit Frankreich erhalten bleiben solle. SchlieĂlich schloss er sich aber Sforzas Auffassung an. Dank der StabilitĂ€t, die von der Lega italica ausging, wurde Cosimos letztes Lebensjahrzehnt zu einer Friedenszeit.cite-ref-65[65] Als sein Sohn Piero 1461 das Amt des gonfaloniere di giustizia antrat, konnte er erklĂ€ren, der Staat befinde sich in einem Zustand des Friedens und des GlĂŒcks, âdessen weder die BĂŒrger von heute noch ihre Vorfahren Zeugen waren oder sich erinnern konntenâ.cite-ref-66[66]
Kulturelle AktivitÀt
Als Staatsmann und BĂŒrger begnĂŒgte sich Cosimo bewusst mit einem niedrigen Profil und kultivierte seine Bescheidenheit, um möglichst wenig Neid und Verdacht zu erregen. Er vermied ein prunkvolles, herrscherĂ€hnliches Auftreten und achtete darauf, mit seinem Lebensstil die anderen angesehenen BĂŒrger nicht zu ĂŒbertreffen. Als MĂ€zen hingegen stellte er sich gezielt in den Vordergrund. Er nutzte seine BautĂ€tigkeit und seine Stellung als Auftraggeber von KĂŒnstlern, um sich in Szene zu setzen und sein Ansehen und den Ruhm seiner Familie zu mehren.cite-ref-67[67]
Religiöse Motivation
Seine Spenden fĂŒr den Bau und die Ausstattung sakraler GebĂ€ude betrachtete Cosimo als Investitionen, die ihm Gottes Gnade verschaffen sollten. Er fasste sein VerhĂ€ltnis zu Gott als AbhĂ€ngigkeitsbeziehung im Sinne des Klientelismus auf: Ein Klient empfĂ€ngt von seinem Patron Wohltaten und zeigt sich dafĂŒr durch LoyalitĂ€t und tĂ€tige Dankbarkeit erkenntlich. GegenĂŒber seiner AnhĂ€ngerschaft trat Cosimo als gĂŒtiger Patron auf, gegenĂŒber Gott sah er sich als Klient. Wie sein Biograph Vespasiano da Bisticci berichtet, antwortete er auf die Frage nach dem Grund seiner groĂen Freigebigkeit und FĂŒrsorge gegenĂŒber Mönchen, er habe von Gott so viel Gnade empfangen, dass er nun sein Schuldner sei. Niemals habe er Gott einen Grosso (eine SilbermĂŒnze) gegeben, ohne von ihm dafĂŒr bei diesem âTauschhandelâ (iscambio) einen Florin (eine GoldmĂŒnze) zu bekommen.cite-ref-68[68] AuĂerdem war Cosimo der Meinung, er habe mit seinem GeschĂ€ftsgebaren gegen ein göttliches Gebot verstoĂen. Er befĂŒrchtete, Gott werde ihm zur Strafe seine BesitztĂŒmer wegnehmen. Um dieser Gefahr vorzubeugen und sich weiterhin das göttliche Wohlwollen zu sichern, bat er Papst Eugen IV. um Rat. Der Papst befand, eine Spende von 10.000 Florin fĂŒr einen Klosterbau sei zur Bereinigung der Angelegenheit ausreichend. So wurde dann verfahren. Als der Bau vollendet war, bestĂ€tigte der Papst mit einer Bulle den Ablass, der dem Bankier fĂŒr die Spende gewĂ€hrt wurde.cite-ref-69[69]
Humanismus
Cosimo lebte in der BlĂŒtezeit des Renaissance-Humanismus, dessen bedeutendstes Zentrum seine Heimatstadt Florenz war. Das Ziel des humanistischen Bildungsprogramms, die BefĂ€higung des Menschen zu einer optimalen LebensfĂŒhrung und staatsbĂŒrgerlichen PflichterfĂŒllung durch Verbindung von Wissen und Tugend, fand damals im Florentiner Patriziat viel Anklang. Den Weg zur Verwirklichung des humanistischen TĂŒchtigkeitsideals sah man in der Aneignung antiker BildungsgĂŒter, die zur Nachahmung klassischer Vorbilder anspornen sollte. Cosimos Vater hatte sich dieser Auffassung angeschlossen; er lieĂ seinem Sohn eine humanistische Erziehung zukommen. Wie viele seiner gebildeten MitbĂŒrger öffnete sich Cosimo der Gedankenwelt und den Wertvorstellungen der Humanisten. Er schĂ€tzte den Umgang mit ihnen, erwies ihnen Wohltaten und erhielt dafĂŒr seinerseits viel Anerkennung. Sein Leben lang zeigte er groĂes Interesse an Philosophie â insbesondere Ethik â und literarischen Werken. Dank seiner guten Schulbildung konnte er lateinische Texte lesen; seine eigenhĂ€ndigen Vermerke in seinen Codices bezeugen, dass er BĂŒcher nicht nur sammelte, sondern auch las.cite-ref-70[70] Wahrscheinlich war er aber nicht imstande, sich in gutem Latein auszudrĂŒcken.cite-ref-71[71]
Cosimos WertschĂ€tzung fĂŒr die Humanisten hing auch mit dem Umstand zusammen, dass sein gesellschaftlicher Status als erfolgreicher Bankier, MĂ€zen und republikanischer Staatsmann mit ihren moralischen Werten sehr gut vereinbar war. Bei seinen humanistischen Freunden konnte er mit vorbehaltloser Anerkennung rechnen, denn sie hatten ein unbefangenes VerhĂ€ltnis zum Reichtum und verherrlichten seine Freigebigkeit. GroĂzĂŒgigkeit galt im humanistischen Milieu als eine der wertvollsten Tugenden. Dabei konnte man sich auf Aristoteles berufen, der in seiner Nikomachischen Ethik die GroĂzĂŒgigkeit oder Hochherzigkeit gepriesen und Reichtum als deren Voraussetzung bezeichnet hatte.cite-ref-72[72] Diese humanistische Haltung stand im Gegensatz zur Gesinnung konservativer Kreise, die das Bankwesen verdammten und Reichtum fĂŒr moralisch suspekt hielten, wobei sie sich auf traditionelle christliche Wertvorstellungen beriefen. AuĂerdem widersprach die egalitĂ€re Tendenz des Renaissance-Humanismus der mittelalterlichen Neigung, politische FĂŒhrungspositionen denen vorzubehalten, die sich durch vornehme Abstammung auszeichneten. An die Stelle der herkömmlichen starren sozialen Ordnung, die Cosimos politische Gegner in der Albizzi-Gruppe bevorzugten, trat bei den Humanisten ein Konzept, das soziale MobilitĂ€t förderte; humanistische Bildung und persönliche TĂŒchtigkeit sollten als Qualifikationskriterien fĂŒr die Staatslenkung ausreichen. Diese Einstellung kam Cosimo, dessen Familie zu den Aufsteigern (gente nuova) zĂ€hlte und manchen alteingesessenen Geschlechtern suspekt war, zugute.cite-ref-73[73]
Besonders groĂzĂŒgig förderte Cosimo den humanistischen Philosophen Marsilio Ficino, dessen Vater Diotifeci dâAgnolo di Giusto sein Leibarzt war. Als vĂ€terlicher Freund verschaffte er Ficino die materielle Basis fĂŒr ein ganz der Wissenschaft gewidmetes Leben. Er schenkte ihm ein Haus in Florenz und ein Landhaus in Careggi, wo er selbst eine prĂ€chtige Villa besaĂ.cite-ref-74[74] Ficino war ein begeisterter Platoniker und Bewunderer seines Gönners. Er schrieb in einem Brief an dessen Enkel Lorenzo, Platon habe ihm die platonische Idee der Tugenden einmal vor Augen gestellt, Cosimo habe sie jeden Tag in die Tat umgesetzt; daher habe er seinem WohltĂ€ter nicht weniger zu verdanken als dem antiken Denker. Mehr als zwölf Jahre habe er glĂŒcklich mit ihm philosophiert.cite-ref-75[75] Im Auftrag Cosimos fertigte Ficino die erste lateinische GesamtĂŒbersetzung der Werke Platons an, womit er maĂgeblich zur Verbreitung platonischen Gedankenguts beitrug. Daraus lĂ€sst sich allerdings nicht folgern, dass Cosimo ebenso wie Ficino den Platonismus anderen philosophischen Schulrichtungen vorzog. Das AusmaĂ seiner Hinwendung zum Platonismus wurde frĂŒher ĂŒberschĂ€tzt; er scheint eher zum Aristotelismus geneigt zu haben.cite-ref-76[76] Bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts glaubte man, Cosimo habe eine Platonische Akademie gegrĂŒndet und deren Leitung Ficino ĂŒbertragen. Diese Annahme ist jedoch von der neueren Forschung als falsch erwiesen worden. Es handelte sich nicht um eine Institution, sondern nur um einen informellen Kreis von SchĂŒlern Ficinos.cite-ref-77[77]
Auch zwei weitere namhafte Humanisten, Poggio Bracciolini und Johannes Argyropulos, beschenkte Cosimo mit HĂ€usern. Hilfreich waren fĂŒr seine humanistischen Freunde nicht nur seine Zuwendungen aus eigenen Mitteln; sie profitierten auch von seinem groĂen Einfluss im In- und Ausland, den er nutzte, um ihnen Gehör und Anstellungen zu verschaffen. Er sorgte dafĂŒr, dass zwei Humanisten, die er schĂ€tzte, Carlo Marsuppini und Poggio Bracciolini,cite-ref-78[78] das prestigereiche Amt des Kanzlers der Republik Florenz erhielten.cite-ref-79[79] Eng befreundet war Cosimo mit dem Geschichtsschreiber und spĂ€teren Kanzler Bartolomeo Scalacite-ref-80[80] und mit dem humanistisch gesinnten Mönch Ambrogio Traversari,cite-ref-81[81] einem angesehenen Altertumswissenschaftler. Ihn bewog er dazu, das Werk des antiken Philosophiehistorikers Diogenes Laertios ĂŒber Leben und Lehren der Philosophen aus dem Griechischen ins Lateinische zu ĂŒbersetzen und damit einer breiteren Ăffentlichkeit zugĂ€nglich zu machen. Traversaris Kloster Santa Maria degli Angeli war der Treffpunkt einer Gruppe von Gelehrten, in deren Kreis Cosimo verkehrte. Unter ihnen war NiccolĂČ Niccoli,cite-ref-82[82] ein eifriger Sammler von Handschriften antiker Werke, dem Cosimo BĂŒcher und Geld schenkte. Poggio Bracciolini und NiccolĂČ Niccoli betĂ€tigten sich im Konflikt mit der Albizzi-Gruppe als eifrige AnhĂ€nger des Mediceers.cite-ref-83[83]
Zeitweilig problematisch war Cosimos VerhĂ€ltnis zu Leonardo Bruni, einem einflussreichen humanistischen Politiker und Staatstheoretiker, der sich als maĂgeblicher WortfĂŒhrer des florentinischen Republikanismus profilierte. Cosimo verschaffte Bruni, der aus Arezzo stammte und in Florenz eine neue Heimat gefunden hatte, 1416 das florentinische BĂŒrgerrecht, und 1427 wurde der Humanist mit Billigung der Medici-Gruppe Staatskanzler. Dennoch pflegte Bruni auch Beziehungen zur Albizzi-Gruppe und vermied es, im Machtkampf von 1433â1434 fĂŒr Cosimo Partei zu ergreifen. Trotz dieses Mangels an LoyalitĂ€t zu den Medici durfte er nach 1434 das Amt des Kanzlers bis zu seinem Tod behalten und wichtigen Gremien angehören. Offenbar hielt es Cosimo fĂŒr unzweckmĂ€Ăig, diesen namhaften Theoretiker des republikanischen Staatskonzepts zu verĂ€rgern.cite-ref-84[84]
Die hohen Erwartungen, die Cosimos Wohlwollen bei den Humanisten weckte, zeigen sich darin, dass sie ihm mehr als vierzig Schriften widmeten. Dabei handelte es sich teils um Werke, die sie selbst verfasst hatten, teils um Ăbersetzungen. Die weite Verbreitung humanistischer Schriften, deren Widmungstexte Cosimo lobten, trug seinen Ruhm in alle BildungsstĂ€tten West- und Mitteleuropas.cite-ref-85[85] Seine Bewunderer idealisierten und verherrlichten ihn auch in zahlreichen Gedichten, Briefen und Reden; sie verglichen ihn mit berĂŒhmten StaatsmĂ€nnern der Antike. Erkennbar ist dabei â verstĂ€rkt in seinen letzten Lebensjahren â die BemĂŒhung dieser Autoren, der Familie Medici dynastische ZĂŒge zu verleihen.cite-ref-86[86] Schon nach Cosimos RĂŒckkehr aus dem Exil im Jahr 1434 feierten ihn seine AnhĂ€nger als Pater patriae (âVater des Vaterlandesâ).cite-ref-87[87]
Einhellig war das Lob, das Cosimo zu seinen Lebzeiten bei den Humanisten fand, allerdings nicht. Einen erbitterten Gegner hatte er in dem namhaften humanistischen Gelehrten Francesco Filelfo. Dieser war 1429 mit Billigung Cosimos als UniversitĂ€tslehrer nach Florenz geholt worden, ĂŒberwarf sich dann aber mit dem Mediceer und nahm dezidiert fĂŒr die Albizzi-Gruppe Partei. Die Medici-Gruppe versuchte seine Entlassung zu erwirken, konnte ihn aber nur vorĂŒbergehend aus der UniversitĂ€t vertreiben. Als 1433 ein Anschlag auf ihn verĂŒbt wurde, bei dem er eine Verletzung erlitt, verdĂ€chtigte er Cosimo, hinter dem Attentat zu stecken. WĂ€hrend Cosimos Exil 1433â1434 schrieb Filelfo eine heftige Satire gegen die Medici. Nach dem Umsturz von 1434, der zu Cosimos RĂŒckkehr fĂŒhrte, verlieĂ er Florenz, um der drohenden Rache der Sieger zu entgehen. In der Folgezeit bekĂ€mpfte er die Medici aus der Ferne. Im Herbst 1436 schloss er sich einer Gruppe an, die vergeblich versuchte, Cosimo von einem gedungenen Mörder umbringen zu lassen. Auf Filelfos literarische Angriffe reagierten Cosimos humanistische Verteidiger mit Entgegnungen.cite-ref-88[88]
Ein wichtiges BetĂ€tigungsfeld fĂŒr Cosimos MĂ€zenatentum auf dem Gebiet der Bildungsförderung war das Bibliothekswesen. Er grĂŒndete mehrere klösterliche Bibliotheken. Die bedeutendste von ihnen befand sich im Florentiner Dominikanerkonvent San Marco. Sie war â anders als frĂŒher ĂŒblich â der Ăffentlichkeit zugĂ€nglich.cite-ref-89[89]
Bildende Kunst
Noch stĂ€rker als im literarischen Bereich engagierte sich Cosimo auf dem Gebiet der bildenden Kunst. Er lieĂ auf eigene Kosten Kirchen und Klöster erbauen und kĂŒnstlerisch ausstatten. Damit betĂ€tigte er sich, obwohl er formal nur ein einfacher BĂŒrger war, auf einem Gebiet, das traditionell weltlichen und geistlichen Machthabern vorbehalten war. Im 14. und frĂŒhen 15. Jahrhundert wĂ€re eine ganz aus privater Initiative entfaltete BautĂ€tigkeit solchen Umfangs in Florenz noch undenkbar gewesen. Erst der gesellschaftliche Wandel, der mit der fortschreitenden Entfaltung des Humanismus zusammenhing, machte derartige Vorhaben möglich. Eine humanistisch geprĂ€gte MentalitĂ€t zeigte sich auch im Willen zur Selbstdarstellung. Cosimo legte Wert darauf, dass seine Funktion als Auftraggeber sichtbaren Ausdruck fand. So lieĂ er an einer Kirche in Jerusalem, die mit seinen Mitteln restauriert wurde, sein Wappen anbringen, das fortan den Pilgern, die ins Heilige Land zogen und die Kirche aufsuchten, ins Auge fiel. Auch in Florenz weisen die von ihm gestifteten Bauten ĂŒberall das Familienwappen der Medici auf. Nicht nur an Fassaden und Portalen, sondern auch an Kapitellen, Konsolen, Schluss-Steinen und Friesen lieĂ er es anbringen. Zwar waren Familienwappen in Kirchen damals in Florenz ĂŒblich, doch die HĂ€ufigkeit, mit der Cosimo das seinige ĂŒberall ins Blickfeld der Ăffentlichkeit rĂŒckte, war einzigartig und fiel auf.cite-ref-90[90]
Auch WandgemĂ€lde mit biblischen Szenen, die im Auftrag der Medici gemalt wurden, dienten Cosimos Selbstdarstellung. Auf einem Fresko im Kloster San Marco erhielt einer der Heiligen Drei Könige die idealisierten GesichtszĂŒge des Mediceers. Er trĂ€gt Instrumente zur Erforschung der Gestirne. Auch auf einem um 1459 entstandenen Fresko der Heiligen Drei Könige an der Ostwand der Kapelle des Medici-Palastes befindet sich ein PortrĂ€t Cosimos. Dort ist er mit seinen Söhnen Piero und Giovanni und den Enkeln Lorenzo â spĂ€ter als Lorenzo il Magnifico bekannt â und Giuliano abgebildet. Im GrĂŒnen Kreuzgang von Santa Maria Novella ist Cosimo auf einer LĂŒnette mit einer Szene aus der SintfluterzĂ€hlung zu sehen; anscheinend erscheint er dort als Personifikation der Weisheit. FĂŒr dieses Werk von Paolo Uccello war er wohl nicht selbst der Auftraggeber.cite-ref-91[91]
Ab 1437cite-ref-92[92] entstand der Neubau des Klosters San Marco, das der Papst 1436 den Dominikaner-Observanten, einem Zweig des Dominikanerordens, ĂŒbertragen hatte. Die bisherigen KlostergebĂ€ude wurden durch Neubauten ersetzt, von der Kirche wurde nur der Chor erneuert. Die Weihe der Kirche fand 1443 in Anwesenheit des Papstes statt, die KonventsgebĂ€ude wurden erst 1452 komplett fertiggestellt. UrsprĂŒnglich hatte Cosimo dafĂŒr mit Kosten von 10.000 Florin gerechnet, schlieĂlich musste er insgesamt ĂŒber 40.000 ausgeben. FĂŒr den Neubau der Basilica di San Lorenzo, einer bedeutenden Kirche, stellte er ĂŒber 40.000 Florin bereit. An der Finanzierung dieses GroĂprojekts hatte sich schon sein Vater beteiligt.cite-ref-93[93] Im Mugello nördlich von Florenz, der Gegend, aus der die Medici ursprĂŒnglich stammten, förderte er den Bau des Franziskanerklosters San Francesco al Bosco (Bosco ai Frati).cite-ref-94[94] Bei der Franziskanerkirche Santa Croce lieĂ er einen Trakt fĂŒr die Novizen bauen. Unter den weiteren kirchlichen Bauvorhaben, die er finanzierte, war das bedeutendste die Badia di Fiesole, das Kloster der Augustiner-Eremiten unterhalb von Fiesole. Dort lieĂ Cosimo ab 1456 das gesamte KlostergebĂ€ude einschlieĂlich der Kirche neu errichten und mit einer Bibliothek ausstatten. Die Bauarbeiten waren bei seinem Tod noch nicht abgeschlossen.cite-ref-95[95]
AuĂer den Sakralbauten lieĂ Cosimo auch ein imposantes privates GebĂ€ude errichten, den neuen Medici-Palast. Zuvor wohnte er in einem vergleichsweise bescheidenen Ă€lteren Palast, der Casa Vecchia. Erst 1445/1446,cite-ref-96[96] nachdem er bereits mit Kirchen- und Klosterbauten seine GroĂzĂŒgigkeit im Dienst des Gemeinwesens unter Beweis gestellt hatte, begann er mit dem aufwendigen Neubau des Familienpalastes an der damaligen Via Larga, der heutigen Via Cavour. In erster Linie ging es ihm dabei nicht um seinen eigenen Wohnkomfort, sondern um das Ansehen der Familie. Damit folgte er einer damals herrschenden sozialen Norm; die Wahrung und Mehrung des Ruhms der Familie war generell fĂŒr Angehörige der Oberschicht eine zentrale Aufgabe. Der neue palazzo der Medici ĂŒbertraf alle Ă€lteren FamilienpalĂ€ste in Florenz an GröĂe und Ausstattung. Seine auĂergewöhnliche architektonische QualitĂ€t setzte einen neuen MaĂstab fĂŒr den Palastbau der Renaissance. Die Kapelle wurde von Benozzo Gozzoli mit Fresken geschmĂŒckt. An der Ausstattung des Palastes mit kostbaren Bildern waren auch die damals sehr geschĂ€tzten Maler Fra Angelico, Domenico Veneziano und Filippo Lippi beteiligt.cite-ref-97[97] Es wurde eine Umgebung geschaffen, in der prominente auswĂ€rtige GĂ€ste reprĂ€sentativ empfangen werden konnten. Papst Pius II. meinte, dieses Bauwerk sei eines Königs wĂŒrdig. Nach seinem Eindruck verfĂŒgte Cosimo ĂŒber einen Reichtum, der vielleicht den des sprichwörtlichen Königs Krösus ĂŒbertraf.cite-ref-98[98] Die SchĂ€tzungen der Baukosten schwanken zwischen 60.000 und 100.000 Florin.cite-ref-99[99]
Das Staunen der Zeitgenossen spiegelt sich in den Worten des Architekten und Architekturtheoretikers Filarete, der sich in seinem 1464 vollendeten Trattato di architettura Ă€uĂerte. Filarete hob besonders die WĂŒrde (dignitade) der neuen GebĂ€ude hervor. Er verglich Cosimo mit bedeutenden antiken Bauherren wie Marcus Vipsanius Agrippa und Lucius Licinius Lucullus. Diese seien allerdings keine bloĂen Privatleute gewesen, sondern hĂ€tten groĂe Provinzen regiert und seien dadurch zu ihrem Reichtum gekommen. Cosimo hingegen sei ein einfacher BĂŒrger, der sein Vermögen durch seine unternehmerische Tatkraft erworben habe. Daher sei seine Leistung als Bauherr einzigartig.cite-ref-100[100]
Cosimos Neubauten verĂ€nderten das zuvor ganz vom Mittelalter geprĂ€gte Stadtbild. Sie trugen maĂgeblich zur EinfĂŒhrung eines neuen Architekturtyps bei, mit dem Florenz zu einem Muster fĂŒr ganz Italien wurde. Der neue Stil verband ZweckmĂ€Ăigkeit mit antiker ProportionalitĂ€t und antikisierendem Schmuck. Diese Stilrichtung hatte schon Filippo Brunelleschi, ein fĂŒhrender Architekt der FrĂŒhrenaissance, eingefĂŒhrt. Er hatte 1420 den Neubau von San Lorenzo begonnen und wurde dann 1442 von Cosimo beauftragt, das Werk zu vollenden. Ansonsten zog der Mediceer aber einen anderen Architekten, Michelozzo, vor, dessen EntwĂŒrfe weniger grandios waren als die Brunelleschis. Ob der Medici-Palast von Brunelleschi oder von Michelozzo entworfen wurde, ist in der Forschung umstritten; vermutlich waren beide beteiligt.cite-ref-101[101] In den lobenden Beschreibungen von Zeitgenossen wurden an Cosimos Bauten vor allem die Ordnung, die WĂŒrde, die Weite, die Schönheit der Proportionen und des architektonischen Schmucks und die Helligkeit hervorgehoben. Anerkennung fand ferner die leichte Begehbarkeit der Treppen. Sie stellte eine Neuerung dar, denn mittelalterliche Treppen waren gewöhnlich eng und steil. Die breiten Treppen mit niedrigen Stufen wurden sehr geschĂ€tzt, da sie ein bequemes und zugleich wĂŒrdevolles Treppensteigen ermöglichten.cite-ref-102[102]
Die aufwendige BautĂ€tigkeit des Mediceers, die an Umfang diejenige jedes anderen Privatmanns im 15. Jahrhundert ĂŒbertraf, wurde von den BĂŒrgern nicht nur wohlwollend und dankbar aufgenommen. Es wurde auch Kritik an der damit verbundenen Selbstdarstellung des reichsten BĂŒrgers der Stadt laut. Die unterschiedlichen Ansichten und Bewertungen der Zeitgenossen sind aus einer Verteidigungsschrift ersichtlich, die der Theologe und Humanist Timoteo Maffei kurz vor 1456 zur Rechtfertigung des angegriffenen MĂ€zens verfasste. Maffei wĂ€hlte fĂŒr seine Darstellung die Form eines Dialogs, in dem er als FĂŒrsprecher Cosimos einen Kritiker (detractor) widerlegt und schlieĂlich ĂŒberzeugt. Auf den Vorwurf, der Medici-Palast sei zu luxuriös, erwidert er, Cosimo habe sich dabei nicht nach dem gerichtet, was fĂŒr ihn persönlich angemessen sei, sondern nach dem, was fĂŒr eine so bedeutende Stadt wie Florenz passend sei. Da er von der Stadt weit gröĂere Wohltaten empfangen habe als die anderen BĂŒrger, habe er sich genötigt gesehen, sie entsprechend ĂŒppiger zu schmĂŒcken als jeder andere, um sich nicht als undankbar zu erweisen. Zur EntkrĂ€ftung der Kritik an dem ĂŒberall angebrachten Medici-Wappen bringt Maffei vor, der Zweck des Wappenzeichens bestehe darin, auf ein Vorbild aufmerksam zu machen, das zur Nachahmung anspornen solle.cite-ref-103[103]
Auch der Bildhauer Donatello arbeitete fĂŒr Cosimo oder vielleicht fĂŒr dessen Sohn Piero. Im Auftrag der Medici schuf er zwei berĂŒhmte Bronzeskulpturen, den David und die Judith. Beide Werke hatten einen politischen Hintergrund; die dargestellten biblischen Gestalten versinnbildlichten den Sieg ĂŒber einen scheinbar ĂŒbermĂ€chtigen Feind. Es ging um Ermutigung zur Verteidigung der Freiheit des Vaterlandes und der republikanischen Verfassung gegen GefĂ€hrdungen von auĂen.cite-ref-104[104]
Privatleben
Als Privatmann war Cosimo fĂŒr seine Bescheidenheit und seinen Grundsatz des MaĂhaltens bekannt. Seinen Palast und seine Villen gestaltete er zwar reprĂ€sentativ, doch achtete er darauf, in seiner LebensfĂŒhrung unnötigen Aufwand, der AnstoĂ erregen konnte, zu vermeiden. So begnĂŒgte er sich mit einfachen Speisen und trug keine prĂ€chtige Kleidung. Dazu passte seine BetĂ€tigung in der Landwirtschaft, in der er sich gut auskannte. Auf seinen Besitzungen auĂerhalb der Stadt leistete er Landarbeit, er pfropfte BĂ€ume und beschnitt Weinstöcke. Im Umgang mit den Bauern demonstrierte er VolksnĂ€he; er fragte sie gern, wenn sie nach Florenz auf den Markt kamen, nach ihren FrĂŒchten und deren Herkunft.cite-ref-105[105]
Der BuchhĂ€ndler Vespasiano da Bisticci verfasste eine verherrlichende Biographie Cosimos, mit dem er befreundet war. Darin trug er unter anderem Anekdoten aus dem Privatleben zusammen, fĂŒr deren AuthentizitĂ€t er sich verbĂŒrgte. Er schilderte seinen Freund als Menschen von ernsthafter Wesensart, der sich mit gelehrten, wĂŒrdevollen MĂ€nnern umgeben habe. Er habe ĂŒber ein vorzĂŒgliches GedĂ€chtnis verfĂŒgt, sei ein geduldiger Zuhörer gewesen und habe niemals schlecht ĂŒber jemanden geredet. Dank seiner umfassenden Kenntnis unterschiedlicher Wissensgebiete habe er mit jedem ein Thema gefunden. Er sei ĂŒberaus freundlich und bescheiden gewesen, habe darauf geachtet, niemanden zu beleidigen, und nur wenige hĂ€tten ihn je erregt gesehen. Alle seine Antworten seien âmit Salz gewĂŒrztâ gewesen.cite-ref-106[106]
Cosimo war fĂŒr seine humorvollen und geistreichen, teils rĂ€tselhaften Bemerkungen bekannt, die im 15. und 16. Jahrhundert in einer Reihe von Anekdoten verbreitet wurden.cite-ref-107[107]
Krankheit, Tod und Nachfolge
Cosimo litt an der Gicht. Die AnfĂ€lligkeit fĂŒr diese Krankheit war in seiner Familie erblich. Ab 1455 scheint das Leiden ihn erheblich behindert zu haben.cite-ref-108[108] Er starb am 1. August 1464 in seiner Villa in Careggi und wurde am folgenden Tag in San Lorenzo beigesetzt. Pompöse BegrĂ€bnisfeierlichkeiten hatte er untersagt. Ein Testament hinterlieĂ er nicht.cite-ref-109[109] FĂŒr die Gestaltung des Grabmals setzte die Signoria eigens eine zehnköpfige Kommission ein. Andrea del Verrocchio gestaltete die Grabplatte, fĂŒr die ein zentraler Ort innerhalb der Kirche gewĂ€hlt wurde, wie es bei StiftergrĂ€bern ĂŒblich war. Dort wurde auf Beschluss der Stadt die Inschrift Pater patriae (âVater des Vaterlandesâ) eingemeiĂelt, die an eine antike Ehrung auĂergewöhnlich verdienter BĂŒrger anknĂŒpfte. Nach der Fertigstellung des Grabmals wurden die Gebeine am 22. Oktober 1467 an ihre endgĂŒltige StĂ€tte in der Krypta gebracht.cite-ref-110[110]
Mit seiner Gattin hatte Cosimo zwei Söhne, Piero (1416â1469) und Giovanni (1421â1463). Hinzu kam ein unehelicher Sohn namens Carlo, dessen Mutter eine tscherkessische Sklavin war. Carlo wurde zusammen mit seinen HalbbrĂŒdern erzogen und schlug spĂ€ter eine kirchliche Karriere ein. Giovanni starb schon am 1. November 1463, neun Monate vor Cosimo, und hinterlieĂ keine Kinder. Piero fiel das ganze vĂ€terliche Erbe zu, sowohl das Vermögen und die FĂŒhrung der Bank als auch die Stellung des leitenden Staatsmanns von Florenz. Dank der AutoritĂ€t seines verstorbenen Vaters konnte Piero dessen Rolle im Staat problemlos ĂŒbernehmen. Er litt aber schwer an der Gicht, die seine AktivitĂ€ten stark behinderte, und starb schon fĂŒnf Jahre nach Cosimo.cite-ref-111[111]
Pieros Nachfolge als informeller Machthaber trat im Dezember 1469 sein Sohn Lorenzo il Magnifico an. Wiederum verlief der Ăbergang ohne Komplikationen. Das neue Oberhaupt der Familie setzte die Tradition der groĂzĂŒgigen Kulturförderung fort und mehrte damit den Ruhm der Medici. Die von seiner FĂŒhrung geprĂ€gten 22 Jahre der Geschichte von Florenz waren eine kulturell auĂerordentlich glanzvolle Epoche. Lorenzo verfĂŒgte aber nicht ĂŒber das geschĂ€ftliche Talent seines GroĂvaters Cosimo. Es gelang ihm nicht, die finanzielle Basis der politischen Macht und des MĂ€zenatentums der Medici zu bewahren. Die Bank erlebte einen dramatischen Niedergang, der sie an den Rand des Zusammenbruchs brachte.cite-ref-112[112]
Rezeption
Mittelalter
Ein scharfer Kritiker Cosimos war der zeitgenössische Geschichtsschreiber Giovanni Cavalcanti. Er gehörte einem alteingesessenen Patriziergeschlecht an und missbilligte den Aufstieg einer Schicht von Emporkömmlingen, fĂŒr den er Cosimo verantwortlich machte. Vor allem verĂŒbelte er dem Mediceer das rigorose Vorgehen gegen die Steuerschuldner, zu denen er selbst zĂ€hlte. Allerdings Ă€uĂerte er sich stellenweise positiv ĂŒber die Medici und hielt die Aufhebung von Cosimos Verbannung fĂŒr gerecht.cite-ref-113[113]
Zeitgenössische medicifreundliche Autoren priesen Cosimo rĂŒckblickend als Retter der UnabhĂ€ngigkeit der Republik Florenz. So befand der Humanist Benedetto Accolti der Ăltere in seinem Dialogus de praestantia virorum sui aevi, einem in Cosimos letzten Lebensjahren verfassten und ihm gewidmeten Werk, die MachtverhĂ€ltnisse seien nach dem Tod von Filippo Maria Visconti fĂŒr Venedig so gĂŒnstig gewesen, dass die Venezianer ganz Italien hĂ€tten unterwerfen können, wenn Cosimo dies nicht durch das BĂŒndnis mit Mailand verhindert hĂ€tte. Er allein sei der Urheber des Allianzwechsels, den er gegen starken Widerstand in Florenz durchgesetzt habe. In diesem Sinn Ă€uĂerte sich auch der Geschichtsschreiber Benedetto Dei. Er verfasste in den 1470er Jahren ein gegen Venedig gerichtetes Pamphlet, in dem er Cosimos AuĂenpolitik rĂŒckblickend als weitsichtig und erfolgreich darstellte. Nach seiner EinschĂ€tzung hĂ€tte Venedig in Italien eine beherrschende Stellung errungen, wenn Cosimo nicht die Allianz mit Francesco Sforza zuwege gebracht hĂ€tte.cite-ref-114[114]
Im Zeitraum 1469â1475 schuf Sandro Botticelli im Auftrag des Bankiers G(u)aspar(r)e di Zanobi del Lama ein GemĂ€lde, das die Anbetung der Heiligen Drei Könige zeigt. Der Ă€lteste der Könige trĂ€gt die GesichtszĂŒge Cosimos, auch weitere Angehörige der Familie Medici sind abgebildet. Somit soll das Werk der Familie huldigen, Cosimo erscheint als âHeiligerâ.cite-ref-115[115]
Der Humanist Bartolomeo Platina schrieb den Dialog De optimo cive (Ăber den besten BĂŒrger), den er 1474 Cosimos Enkel Lorenzo il Magnifico widmete. Mit dem âbesten BĂŒrgerâ ist der leitende republikanische Staatsmann gemeint. Der Ort der Handlung ist die Villa der Medici in Careggi, den Inhalt bildet ein fiktives GesprĂ€ch zwischen dem bereits alten und gebrechlichen Cosimo als Hauptperson, Platina und dem Knaben Lorenzo. Der Vorrede zufolge wollte der Autor mit seiner Darstellung von Cosimos politischen Maximen den patriotischen Eifer der Leser anfeuern. Platina prĂ€sentierte ein Regierungsprogramm, das er dem alten Staatsmann in den Mund legte. Seine Dialogfigur Cosimo tritt fĂŒr âFreiheitâ â die traditionelle republikanische Lebensform â ein, warnt vor Hochmut, AnmaĂung und Luxus, kritisiert ĂbelstĂ€nde und fordert Einschreiten gegen MĂ€nner, die nach der Tyrannis streben. Sie sollen verbannt werden; hinzurichten sind sie nur, wenn sie der Beteiligung an einer Verschwörung ĂŒberfĂŒhrt worden sind.cite-ref-116[116]
Neben der humanistischen Verherrlichung Cosimos in lateinischer Sprache, die sich an Gebildete richtete, gab es auch eine volkstĂŒmliche in italienischen Gedichten. In dieser fĂŒr eine breitere Ăffentlichkeit bestimmten Dichtung erscheint er als gĂŒtige Vaterfigur, Förderer des religiösen Lebens und des Wohlstands und heldenhafter Verteidiger der Freiheit gegen Angriffe von auĂen.cite-ref-117[117]
FrĂŒhe Neuzeit
Im letzten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts zerbrach der Konsens, der die informelle Herrschaft der Medici in der Republik Florenz ermöglicht hatte. Die Familie wurde im November 1494 aus der Stadt verjagt. Dies fĂŒhrte zu einer Neubewertung von Cosimos Rolle. Der Mönch Girolamo Savonarola, der fĂŒr die Florentiner damals die maĂgebliche AutoritĂ€t war, verdammte die Medici-Herrschaft als monströs und Ă€uĂerte zu der Cosimo zugeschriebenen Bemerkung, der Staat werde nicht mit Vaterunser-Beten regiert, dies sei ein Tyrannenwort.cite-ref-118[118] Am 22. November 1495 beschloss die Signoria, die Inschrift âVater des Vaterlandesâ am Grabmal zu tilgen. Doch 1512 brachte ein spanisches Heer die Medici zurĂŒck nach Florenz und wieder an die Macht. Daraufhin wurde die Inschrift wiederhergestellt. Im Jahr 1527 mussten die Medici aber ein weiteres Mal dem Volkszorn weichen. Nach der erneuten Vertreibung der Familie beschlossen die nunmehr regierenden Republikaner 1528 wiederum die Beseitigung der Inschrift. Diesen Schritt begrĂŒndeten sie damit, dass Cosimo nicht Vater des Vaterlandes gewesen sei, sondern Tyrann des Vaterlandes. Die medicilose Republik erwies sich jedoch als kurzlebig; im August 1530 wurde die Stadt von Truppen Kaiser Karls V. gestĂŒrmt, worauf die Medici wieder an die Macht kamen. Aus der Republik wurde eine Monarchie, deren Herrscher ihre Legitimation aus der Rolle ihrer Ahnen im 15. Jahrhundert bezogen.cite-ref-119[119]
Der Historiker Francesco Guicciardini behandelte die Zeit bis 1464 im ersten Kapitel seiner 1508/1509 verfassten Storie fiorentine. Er befand, Cosimo und sein berĂŒhmter Enkel Lorenzo il Magnifico seien vielleicht die beiden angesehensten Privatleute seit dem Untergang des Römischen Reichs gewesen. Der GroĂvater sei dem Enkel an Beharrlichkeit und Urteilskraft sowie im Umgang mit Geld ĂŒberlegen gewesen. Wenn man alle Aspekte bedenke, komme man zum Ergebnis, dass Cosimo der tĂŒchtigere der beiden groĂen Mediceer gewesen sei.cite-ref-120[120] Insbesondere lobte Guicciardini das BĂŒndnis mit Mailand, in dem er eine bedeutende historische Leistung Cosimos sah. Die Mehrheit der Florentiner sei fĂŒr die Fortsetzung der alten Allianz mit Venedig gewesen, doch habe Cosimo seine MitbĂŒrger ĂŒberzeugen können, sich mit Francesco Sforza zu verbĂŒnden. Damit habe er die Freiheit nicht nur der Republik Florenz, sondern ganz Italiens gerettet. Nach Guicciardinis Meinung hĂ€tten die Venezianer erst Mailand und dann alle ĂŒbrigen italienischen Staaten unterworfen, wenn Cosimo dies nicht verhindert hĂ€tte.cite-ref-121[121]
NiccolĂČ Machiavelli urteilte in seinen 1520â1525 verfassten Istorie fiorentine, Cosimo habe alle seine Zeitgenossen nicht nur an AutoritĂ€t und Reichtum, sondern auch an Freigebigkeit und Klugheit ĂŒbertroffen. Niemand sei ihm zu seiner Zeit in der Staatskunst ebenbĂŒrtig gewesen. Er habe in Florenz eine fĂŒrstliche Stellung eingenommen und sei dennoch so klug gewesen, die Grenzen bĂŒrgerlicher MĂ€Ăigung nie zu ĂŒberschreiten. Alle seine Werke und Taten seien königlich gewesen. Entstehende Ăbel habe er frĂŒhzeitig erkannt; daher habe er genug Zeit gehabt, sie nicht wachsen zu lassen oder sich gegen sie zu wappnen. Er habe nicht nur den Ehrgeiz seiner bĂŒrgerlichen Rivalen zu Hause bezwungen, sondern auch den vieler FĂŒrsten.cite-ref-122[122] Das Regierungssystem Cosimos missbilligte Machiavelli allerdings. Er hielt die Verbindung einer zentralisierten, quasi monarchischen Entscheidungsstruktur mit der Notwendigkeit, dennoch weiterhin wie in der vormediceischen Republik einen breiten Konsens zu finden, fĂŒr verfehlt. In der InstabilitĂ€t eines solchen Konstrukts sah er eine fundamentale SchwĂ€che.cite-ref-123[123]
Im Jahr 1537 erlangte der Mediceer Cosimo I. die WĂŒrde eines Herzogs der Toskana. Der Herzog, der bis 1574 regierte (ab 1569 als GroĂherzog), war ein Nachkomme Lorenzos, des jĂŒngeren Bruders von Cosimo il Vecchio. Er lieĂ im Palazzo della Signoria (Palazzo Vecchio) einen âSaal von Cosimo il Vecchioâ zu Ehren des BegrĂŒnders von Ruhm und Macht der Medici einrichten. Die Sala di Cosimo il Vecchio wurde von Giorgio Vasari und seinen Gehilfen ausgemalt. Dabei wurde das Kirchenbauprogramm des berĂŒhmten MĂ€zens besonders hervorgehoben. Eines der GemĂ€lde stellt seine RĂŒckkehr aus dem venezianischen Exil als Triumph dar.cite-ref-124[124]
Im Zeitalter der AufklĂ€rung wurde Cosimo wegen seiner Förderung des Humanismus geschĂ€tzt. Voltaire Ă€uĂerte sich in seinem 1756 veröffentlichten Essai sur les mĆurs et lâesprit des nations mit Begeisterung. Er urteilte, die frĂŒhen Medici hĂ€tten ihre Macht durch Wohltaten und Tugenden erlangt, daher sei sie legitimer als die jedes Herrschergeschlechts. Cosimo habe seinen Reichtum dazu genutzt, den Armen zu helfen, sein Vaterland mit Bauten zu schmĂŒcken und die aus Konstantinopel vertriebenen griechischen Gelehrten nach Florenz zu holen. Mit seinen Wohltaten habe er sich die AutoritĂ€t verschafft, die bewirkt habe, dass seine Empfehlungen drei Jahrzehnte lang wie Gesetze befolgt worden seien.cite-ref-125[125] Edward Gibbon rĂŒhmte Cosimo im 1788 erschienenen sechsten Band seiner History of the Decline and Fall of the Roman Empire mit den Worten, er habe seine ReichtĂŒmer in den Dienst der Menschheit gestellt; der Name Medici sei fast gleichbedeutend mit der Wiederherstellung der Bildung.cite-ref-126[126]
Johann Wolfgang von Goethe wĂŒrdigte Cosimo im Anhang zu seiner 1803 veröffentlichten Ăbersetzung der Autobiographie des Benvenuto Cellini. Dort beschrieb er die Patronage des Mediceers als âallgemeine Spende, die an Bestechung grĂ€nztâ. Als âgroĂer Handelsmannâ, der âdas Zaubermittel zu allen Zwecken in HĂ€nden trĂ€gtâ, sei er âan und fĂŒr sich ein Staatsmannâ gewesen. Zu Cosimos kulturellen AktivitĂ€ten bemerkte Goethe: âSelbst vieles, was er fĂŒr Literatur und Kunst gethan, scheint in dem groĂen Sinne des Handelsmanns geschehen zu sein, der köstliche Waaren in Umlauf zu bringen und das Beste davon selbst zu besitzen sich zur Ehre rechnet.âcite-ref-127[127]
Moderne
Kulturgeschichtliche Aspekte
Georg Voigt veröffentlichte 1859 seine fĂŒr die Erforschung des FrĂŒhhumanismus wegweisende Schrift Die Wiederbelebung des classischen Alterthums. In diesem Werk, das 1893 in dritter Auflage erschien, konstatierte Voigt, die Literatur- und Kunstgeschichte habe Cosimo âmit einer Art von Heiligenschein umkleidetâ. Er sei âder leibhaftigste Typus des florentinischen Edelmanns als groĂartiger Kaufherr, als kluger und ĂŒberschauender Staatsmann, als ReprĂ€sentant der feinen Modebildung, als mĂ€cenatischer Geist im fĂŒrstlichen Sinneâ gewesen. Seinen Blick habe er âauf das Weite und Allgemeine gerichtetâ, seine Macht habe er in einer âkalt berechneten und gerĂ€uschlosen Weiseâ gefestigt. Jedes wissenschaftliche Verdienst habe er nach GebĂŒhr anerkannt, die Talente herangezogen, ihnen Stellung und Besoldung angewiesen.cite-ref-128[128]
Jacob Burckhardt zeichnete in der 1869 erschienenen zweiten Auflage seiner einflussreichen Schrift Die Kultur der Renaissance in Italien ein heute teilweise ĂŒberholtes Bild von Cosimo. Er betonte die âFĂŒhrerschaft auf dem Gebiete der damaligen Bildungâ, die dem Mediceer zugekommen sei. Dieser besitze den âspeziellen Ruhm, in der platonischen Philosophie die schönste BlĂŒte der antiken Gedankenwelt erkanntâ und seine Umgebung mit dieser Erkenntnis erfĂŒllt zu haben. So habe er âinnerhalb des Humanismus eine zweite und höhere Neugeburt des Altertums ans Licht gefördertâ.cite-ref-129[129]
In kulturgeschichtlichen Darstellungen dominierte bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts Burckhardts Sichtweise: Cosimo wurde vielfach als GrĂŒnder einer platonischen Akademie gewĂŒrdigt. So schrieb beispielsweise Agnes Heller 1982, die GrĂŒndung der Akademie in Florenz sei epochemachend gewesen. Es handle sich um die erste philosophische Schule, die âvon den alten kirchlichen und universitĂ€ren Rahmenbedingungen unabhĂ€ngig und insofern vollkommen weltlich und âoffenââ gewesen sei. Patron dieser Akademie sei âder im traditionellen Sinn (aus dem Blickwinkel der offiziellen Bildung der Zeit) unstudierte Cosimoâ gewesen.cite-ref-130[130] Ăhnlich schilderte noch 1995 Manfred Lentzen die Rolle des Mediceers.cite-ref-131[131] Erst die Forschungen von James Hankins entzogen in den 1990er Jahren dem Bild von Cosimo als AkademiegrĂŒnder die Grundlage.cite-ref-132[132]
Politische Aspekte
Im verfassungsgeschichtlichen Diskurs wird die Frage erörtert, inwiefern Cosimos dominante Rolle den Rahmen der republikanischen Verfassung sprengte und seine Bezeichnung als Herrscher von Florenz daher berechtigt ist. Zur Unterscheidung von einer offenen Alleinherrschaft wird Cosimos System als âKryptosignorieâ (versteckte Herrschaft) bezeichnet. Damit ist eine Regierungsform gemeint, die sich erst spĂ€ter allmĂ€hlich zu einer unverhĂŒllten Signorie, der Staatslenkung durch einen einzelnen Machthaber mit erblicher Stellung, entwickelt hat.cite-ref-133[133] Anthony Molho bringt die ZwiespĂ€ltigkeit des Systems auf die griffige Formel âCosimo deâ Medici â Pater patriae (Vater des Vaterlandes) oder Padrino (Pate)?â Damit wird angedeutet, dass der Patron des Klientelsystems eine âpolitische Maschineâ geschaffen habe und vielleicht sogar in die NĂ€he von Mafia-Paten zu rĂŒcken sei.cite-ref-134[134] Letzteres entspricht der Auffassung von Lauro Martines und Jacques Heers. Martines sieht in der âPalette unverblĂŒmter und umfassender KontrollmaĂnahmen der mediceischen Republikâ das Instrumentarium, mit dem Cosimo die Verfassung unterminiert und die Herrschaft der âMedici-Oligarchieâ, der âan der Regierung befindlichen Cliqueâ, gesichert habe. Allerdings habe sich die republikanische Verfassung nicht so stark beugen lassen, dass sie den Medici totale Macht garantiert hĂ€tte. Die Oligarchie sei ein Team gewesen, âkeine Ein-Mann-Showâ, und habe ihre wichtigen Entscheidungen kollektiv gefĂ€llt.cite-ref-135[135] Jacques Heers zeichnet das Bild einer finsteren, brutalen Tyrannei, die Cosimo errichtet habe.cite-ref-136[136] Werner Goez urteilt, Florenz habe sich unter Cosimo zweifellos auf dem Weg zu fĂŒrstlicher Alleinherrschaft befunden, auch wenn alles getan worden sei, diesen Tatbestand zu verschleiern.cite-ref-137[137] Volker Reinhardt befindet, ab 1434 sei es zu einer âeigentĂŒmlichen Vermischungâ von Signorie und Republik gekommen; rein republikanisch sei nur noch die Fassade gewesen.cite-ref-138[138] Michele Luzzati hĂ€lt die Entwicklung fĂŒr unausweichlich; es sei Cosimos wahre und groĂe Einsicht gewesen, dass politische StabilitĂ€t in Florenz nur noch mit einem System erreichbar gewesen sei, das unter Wahrung der freiheitlichen Tradition auf dem Vorrang eines Mannes und einer Familie beruhte.cite-ref-139[139] Dieser Ansicht ist auch Ferdinand Schevill. Nach seiner EinschĂ€tzung fĂŒhrten die Verfassungsbestimmungen, die sehr kurze Amtszeiten und Auswahl der höchsten AmtstrĂ€ger durch das Los aus einer groĂen Menge von Kandidaten vorschrieben, zu unhaltbaren ZustĂ€nden, denn sie bewirkten, dass ein hoher Prozentsatz von offenkundig Inkompetenten in FĂŒhrungsstellungen gelangte und eine durchdachte, bestĂ€ndige Politik unmöglich war. Schevill meint, dieses System habe die elementarsten Forderungen der Vernunft missachtet; daher sei seine Umgehung und Umgestaltung unumgĂ€nglich gewesen.cite-ref-140[140]
Das verbreitete Bild von Cosimo als faktisch unumschrĂ€nktem Herrscher wird allerdings von manchen Historikern fĂŒr irrefĂŒhrend gehalten. Spezialuntersuchungen haben gezeigt, dass er seinen Willen keineswegs mĂŒhelos durchsetzen konnte und auch nach der Jahrhundertmitte weiterhin auf betrĂ€chtlichen, offenen Widerstand stieĂ. Nicolai Rubinsteins Analyse der Krise von 1455â1458 lĂ€sst das AusmaĂ der zeitweiligen innenpolitischen SchwĂ€chung des Mediceers erkennen. Rubinstein kommt zum Ergebnis, dass Cosimo keineswegs Gehorsam als selbstverstĂ€ndlich voraussetzen konnte, auch nicht in seiner eigenen AnhĂ€ngerschaft und nicht einmal bei der machtpolitisch zentralen Regelung der Ămterbesetzung. Es blieb ihm nicht erspart, Ăberzeugungsarbeit zu leisten. Rubinstein meint, auswĂ€rtige Zeitgenossen hĂ€tten Cosimos Macht wahrscheinlich ĂŒberschĂ€tzt, sie werde wohl in Quellen wie den mailĂ€ndischen Gesandtschaftsberichten teils ĂŒbertrieben dargestellt. Dies fĂŒhrt er unter anderem darauf zurĂŒck, dass in despotisch regierten Staaten das nötige VerstĂ€ndnis der republikanischen MentalitĂ€t gefehlt habe; daher habe man dort die Bedeutung von Beratung und Konsens in einer Republik wie Florenz nicht angemessen berĂŒcksichtigt.cite-ref-141[141] Dale Kent schlieĂt sich aufgrund eigener Forschungsergebnisse Rubinsteins Auffassung an.cite-ref-142[142] Auch Paolo Margaroli weist auf die Grenzen von Cosimos Macht hin. Als Beispiel nennt er die Friedensverhandlungen in Rom, bei denen 1453 die florentinischen UnterhĂ€ndler so agierten, dass sie es nach Cosimos Ansicht, wie er dem Herzog von Mailand schrieb, nicht schlechter hĂ€tten machen können. Diese Gesandtschaft war in Florenz von oppositionellen KrĂ€ften vorbereitet worden.cite-ref-143[143] Michele Luzzati betont das Gewicht der seit Generationen kritischen öffentlichen Meinung, die Cosimo nicht habe missachten können.cite-ref-144[144] Nach der Darstellung von Daniel Höchli waren die meisten Patrizier nicht bereit, sich den Medici zu unterwerfen. Sie konnten dank eigener Patronage-Netzwerke ihre politische UnabhĂ€ngigkeit bis zu einem gewissen Grad bewahren. Die FĂŒhrungsrolle der Medici akzeptierten sie nur, solange sie ihre eigenen Interessen gewahrt sahen.cite-ref-145[145]
Mit der Debatte ĂŒber die Natur der Kryptosignorie hĂ€ngt die Frage zusammen, inwieweit das dezidiert republikanische, antiautokratische Gedankengut des Florentiner âBĂŒrgerhumanismusâ â ein von Hans Baron geprĂ€gter Begriff â mit Cosimos Stellung im Staat vereinbar war. Die Ă€ltere Forschung â vor allem Hans Baron und Eugenio Garin â ging von einem fundamentalen SpannungsverhĂ€ltnis aus. Man nahm an, der manipulative Charakter der Medici-Herrschaft habe das Grundprinzip des BĂŒrgerhumanismus, die Ermutigung der BĂŒrger zu einer aktiven und verantwortungsvollen Beteiligung am politischen Leben, unterminiert. Die Verbreitung eines unpolitischen Neuplatonismus nach der Jahrhundertmitte sei als Ausdruck der Abkehr der Humanisten von einer echt republikanischen Gesinnung zu deuten. Diese Sichtweise ist von der neueren Forschung, insbesondere unter dem Eindruck der Ergebnisse von James Hankins, aufgegeben worden. Es wird u. a. darauf hingewiesen, dass Leonardo Bruni als profilierter Theoretiker und WortfĂŒhrer des BĂŒrgerhumanismus keinen Gegensatz zwischen seiner Ăberzeugung und seiner Zusammenarbeit mit Cosimo sah. Nach der neueren Interpretation ist das VerhĂ€ltnis zwischen BĂŒrgerhumanismus und Medici-Herrschaft eher als Symbiose auf der Basis bedeutender Gemeinsamkeiten zu verstehen.cite-ref-146[146]
Als Ursache fĂŒr Cosimos Erfolge wird in der Forschung insbesondere seine geschickte Finanzpolitik hervorgehoben, die ihm in den innenpolitischen KĂ€mpfen bedeutende Vorteile verschafft habe. So konstatieren Werner Goez, Lauro Martines und Jacques Heers, Cosimo habe seine politische Macht vor allem dazu eingesetzt, die mit den Medici rivalisierenden Clans und Banken niederzuhalten. Mittels der Steuergesetzgebung habe er die Vermögen seiner Rivalen und missliebiger Personen belastet, um sich ihrer zu entledigen.cite-ref-147[147] Es gibt aber keinen Beleg dafĂŒr, dass er versuchte, politische Gegner durch direkte kommerzielle Angriffe auf ihre Unternehmen zu schĂ€digen.cite-ref-148[148] Jacques Heers bestreitet, dass Cosimo durch seinen Reichtum an die Macht gelangte. Vielmehr sei es umgekehrt der Machtbesitz gewesen, den er zur AnhĂ€ufung der ReichtĂŒmer genutzt habe.cite-ref-149[149]
Als zentraler Faktor, der die Macht des Mediceers in Florenz befestigte, gilt in der Forschung sein Ansehen im Ausland und insbesondere sein Einfluss an der Kurie.cite-ref-150[150] GroĂe Bedeutung wird auch seinem propagandistischen Geschick beigemessen. Dale Kent charakterisiert Cosimo als Meister der Selbstdarstellung, der sein Image sorgfĂ€ltig kultiviert habe. Nach Kents EinschĂ€tzung ist sein einzigartiger Erfolg darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass er das war oder zumindest zu sein schien, was den WĂŒnschen seiner MitbĂŒrger entsprach: ein WortfĂŒhrer, der ihre Wertvorstellungen artikulierte, und zugleich ein scharfsichtiger, abwĂ€gender Staatsmann, der nach auĂen als Stimme der Republik auftreten konnte und durch seine FĂŒhrungsrolle den in der Verfassung angelegten Mangel an politischer Konsistenz kompensierte.cite-ref-151[151]
Als bedeutende auĂenpolitische Leistung Cosimos wird das BĂŒndnis mit Mailand gegen Venedig beurteilt. FĂŒr Hans Baron handelt es sich um einen meisterhaften Schachzug.cite-ref-152[152] Nicolai Rubinstein meint, dieser Erfolg habe wohl mehr als jedes andere Ereignis nach 1434 das Ansehen des Mediceers im In- und Ausland gefestigt.cite-ref-153[153] Volker Reinhardt befindet, Cosimo habe âvorausschauend wie immerâ in die Karriere Sforzas viel Geld investiert, das sich dann als politische Rendite amortisiert habe. Die von ihm herbeigefĂŒhrte Allianz zwischen Florenz und Mailand habe sich âals tragfĂ€hige Achse der italienischen Politik insgesamtâ erwiesen.cite-ref-154[154] Vincent Ilardi teilt diese EinschĂ€tzung der Allianz, merkt aber kritisch an, Cosimo habe die von Frankreich ausgehende Gefahr unterschĂ€tzt. Seine Neigung zu einem BĂŒndnis mit Frankreich gegen Venedig sei ein Fehler gewesen. Sforza habe diesbezĂŒglich mehr staatsmĂ€nnische Voraussicht gezeigt.cite-ref-155[155]
Quellen
Die Quellen zu Cosimos Leben, seiner Rolle als Staatsmann und MĂ€zen und zur Rezeptionsgeschichte sind sehr reichhaltig. Aus seiner Zeit sind etwa dreiĂigtausend von den Medici verfasste oder an sie gerichtete Briefe erhalten. Eine FĂŒlle von einschlĂ€gigen Briefen und Dokumenten befindet sich im Staatsarchiv von Florenz in der Sammlung âMedici avanti il Principatoâ (MAP), deren Grundstock Cosimos Privatarchiv bildet, sowie im MailĂ€nder Staatsarchiv und anderen Archiven und Bibliotheken. Diese Archivalien geben sowohl ĂŒber politische und geschĂ€ftliche Angelegenheiten als auch ĂŒber Privates Aufschluss. Informativ sind auch die ausfĂŒhrlichen Steuerunterlagen, die im Staatsarchiv von Florenz aufbewahrt werden, sowie Unterlagen der Medici-Bank in verschiedenen Archiven. Hinzu kommen Aufzeichnungen ĂŒber Sitzungen und Debatten, an denen die Medici und ihre Freunde teilnahmen und das Wort ergriffen. Gut dokumentiert sind die diplomatischen AktivitĂ€ten; Gesandtschaftsberichte und Instruktionen, die den Gesandten erteilt wurden, erhellen Cosimos Rolle in der italienischen Politik. Hohen Quellenwert hat sein Briefwechsel mit Francesco Sforza. Zahlreiche erzĂ€hlende Quellen in lateinischer und italienischer Sprache beleuchten das Bild Cosimos bei seinen Zeitgenossen und in den Jahrzehnten nach seinem Tod.cite-ref-156[156] Zu den wichtigsten edierten Quellen zĂ€hlen:
âą Antonio Benivieni: Antonii Benivienii áŒÎłÎșÏÎŒÎčÎżÎœ Cosmi ad Laurentium Medicem, hrsg. von Renato Piattoli. Gonnelli, Firenze 1949.
âą Vespasiano da Bisticci: Le Vite, hrsg. von Aulo Greco, Bd. 2. Istituto Nazionale di Studi sul Rinascimento, Firenze 1976, S. 167â211 (kritische Ausgabe).
âą Giovanni Cavalcanti: Istorie fiorentine, hrsg. von Guido di Pino. Martello, Milano 1944.
⹠Giovanni Cavalcanti: Nuova opera (Chronique florentine inédite du XVe siÚcle), hrsg. von Antoine Monti. Université de la Sorbonne Nouvelle, Paris 1989, ISBN 2-900478-16-2 (kritische Edition).
âą Francesco Guicciardini: Storie fiorentine dal 1378 al 1509, hrsg. von Roberto Palmarocchi. Laterza, Bari 1968 (Nachdruck der Ausgabe Bari 1931).
âą NiccolĂČ Machiavelli: Istorie fiorentine. In: NiccolĂČ Machiavelli: Opere, Bd. 2: Istorie fiorentine e altre opere storiche e politiche, hrsg. von Alessandro Montevecchi. UTET, Torino 1986, ISBN 978-88-02-07680-5, S. 275â847.
âą Cosimo deâ Medici: Ricordi. In: Angelo Fabroni: Magni Cosmi Medicei vita, Bd. 2: Adnotationes et monumenta ad Magni Cosmi Medicei vitam pertinentia. Pisa 1788, S. 96â104.
âą Matteo Palmieri: Annales, hrsg. von Gino Scaramella. In: Rerum Italicarum Scriptores, Bd. 26/1. Lapi, CittĂ di Castello 1906â1915, S. 131â194.
âą Pagolo di Matteo Petriboni, Matteo di Borgo Rinaldi: Priorista (1407â1459), hrsg. von Jacqueline A. Gutwirth. Edizioni di Storia e Letteratura, Rom 2001, ISBN 88-87114-95-1.
âą Janet Ross (Ăbersetzerin): Lives of the Early Medici as told in their correspondence. Chatto & Windus, London 1910, S. 7â81 (englische Ăbersetzung von Briefen).
Literatur
Ăbersichtsdarstellungen und EinfĂŒhrungen
âą Dale Kent: Medici, Cosimo deâ. In: Dizionario Biografico degli Italiani. Bd. 73, Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 2009, S. 36â43.
âą Volker Reinhardt: Die Medici. Florenz im Zeitalter der Renaissance. 4., durchgesehene Auflage, Beck, MĂŒnchen 2007, ISBN 978-3-406-44028-1, S. 20â70.
Aufsatzsammlung
âą Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464. Essays in Commemoration of the 600th Anniversary of Cosimo deâ Mediciâs Birth. Clarendon Press, Oxford 1992, ISBN 0-19-817394-6.
Innenpolitik
âą Dale Kent: The Rise of the Medici. Faction in Florence 1426â1434. Oxford University Press, Oxford 1978, ISBN 0-19-822520-2.
âą John M. Najemy: A History of Florence 1200â1575. Blackwell, Malden 2006, ISBN 978-1-4051-1954-2, S. 250â300.
âą John F. Padgett, Christopher K. Ansell: Robust Action and the Rise of the Medici, 1400â1434. In: American Journal of Sociology 98, 1992/1993, S. 1259â1319.
âą Volker Reinhardt: Geld und Freunde. Wie die Medici die Macht in Florenz eroberten. Primus, Darmstadt 2009, ISBN 978-3-89678-396-7.
âą Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494). 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Clarendon Press, Oxford 1997, ISBN 0-19-817418-7 (wichtiges Standardwerk, aber nicht als EinfĂŒhrung geeignet).
Bankwesen
âą Richard A. Goldthwaite: The Medici Bank and the World of Florentine Capitalism. In: Past & Present 114, 1987, S. 3â31.
âą Raymond de Roover: The Rise and Decline of the Medici Bank 1397â1494. Harvard University Press, Cambridge (Massachusetts)/London 1963, ISBN 0-674-77145-1.
âą Kurt Weissen: MachtkĂ€mpfe und GeschĂ€ftsbeziehungen in Florenz im 15. Jahrhundert. Wie Cosimo deâ Medici seine Bank im Kampf gegen seine inneren Gegner einsetzte. In: Mark HĂ€berlein, Christof Jeggle (Hrsg.): Praktiken des Handels. GeschĂ€fte und soziale Beziehungen europĂ€ischer Kaufleute in Mittelalter und frĂŒher Neuzeit. UVK, Konstanz 2010, ISBN 978-3-86764-203-3, S. 175â189.
AuĂenpolitik
âą Vincent Ilardi: The Banker-Statesman and the Condottiere-Prince: Cosimo deâ Medici and Francesco Sforza (1450â1464). In: Craig Hugh Smyth, Gian Carlo Garfagnini (Hrsg.): Florence and Milan: Comparisons and Relations. Bd. 2, La Nuova Italia, Florenz 1989, ISBN 88-221-0718-7, S. 217â239.
âą Heinrich Lang: Cosimo deâ Medici, die Gesandten und die Condottieri. Diplomatie und Kriege der Republik Florenz im 15. Jahrhundert. Schöningh, Paderborn 2009, ISBN 978-3-506-76597-0.
Kulturelle Bedeutung und Privatleben
âą Alison Brown: The Medici in Florence. The exercise and language of power. Olschki, Florenz 1992, ISBN 88-222-3959-8, S. 3â72
âą Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance. The Patronâs Oeuvre. Yale University Press, New Haven/London 2000, ISBN 0-300-08128-6.
⹠Tobias Leuker: Bausteine eines Mythos. Die Medici in Dichtung und Kunst des 15. Jahrhunderts. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2007, ISBN 978-3-412-33505-2.
âą Joachim Poeschke: VirtĂč fiorentina: Cosimo deâ Medici als erster BĂŒrger von Florenz. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Zeichen â Rituale â Werte. Rhema, MĂŒnster 2004, ISBN 3-930454-45-9, S. 409â434.
Rezeption
âą Heinrich Lang: Das GelĂ€chter der Macht in der Republik. Cosimo deâ Medici il vecchio (1389â1464) als verhĂŒllter Herrscher in Fazetien und Viten Florentiner Autoren. In: Christian Kuhn, Stefan BieĂenecker (Hrsg.): Valenzen des Lachens in der Vormoderne (1250â1750). University of Bamberg Press, Bamberg 2012, ISBN 978-3-86309-098-2, S. 385â408.
Weblinks
Commons
: Cosimo deâ Medici
â Sammlung von Bildern
âą Werke ĂŒber Cosimo deâ Medici in der Deutschen Digitalen Bibliothek
âą Mediceo avanti il Principato (MAP), Sammlung von Dokumenten zur Geschichte der Medici vor 1537
âą Stammbaum der Medici (Memento vom 1. MĂ€rz 2012 im Internet Archive)
Anmerkungen
cite-note-11. â Fritz Trautz: Die Reichsgewalt in Italien im SpĂ€tmittelalter. In: Heidelberger JahrbĂŒcher. Band 7, 1963, S. 45â81.
cite-note-22. â Volker Reinhardt: Geschichte Italiens, MĂŒnchen 1999, S. 21â23, 30â32; Michael Seidlmayer: Geschichte Italiens. Vom Zusammenbruch des Römischen Reiches bis zum ersten Weltkrieg (= Kröners Taschenausgabe. Band 341). 2., erweiterte Auflage, Stuttgart 1989, S. 184 f., 202 f., 216 f.
cite-note-33. â Volker Reinhardt: Geschichte Italiens, MĂŒnchen 1999, S. 32â38; Michael Seidlmayer: Geschichte Italiens, 2., erweiterte Auflage, Stuttgart 1989, S. 187 f.; Werner Goez: GrundzĂŒge der Geschichte Italiens in Mittelalter und Renaissance, Darmstadt 1975, S. 191â197.
cite-note-44. â Siehe zu diesen Staatsorganen Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 30â33; John R. Hale: Die Medici und Florenz, Stuttgart 1979, S. 15â17.
cite-note-55. â Heinrich Lang: Cosimo deâ Medici, die Gesandten und die Condottieri, Paderborn 2009, S. 69â79.
cite-note-66. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 4 f.; John R. Hale: Die Medici und Florenz, Stuttgart 1979, S. 17 f.
cite-note-77. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 4â7, 60â76; Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 33 f.; Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 14 f., 49 f.
cite-note-88. â John R. Hale: Die Medici und Florenz, Stuttgart 1979, S. 18â20.
cite-note-99. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 113â119; John R. Hale: Die Medici und Florenz, Stuttgart 1979, S. 27.
cite-note-1010. â Dale Kent: Medici, Cosimo deâ. In: Dizionario Biografico degli Italiani, Bd. 73, Rom 2009, S. 36â43, hier: 36; Susan McKillop: Dante and Lumen Christi: A Proposal for the Meaning of the Tomb of Cosimo deâ Medici. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 245â301, hier: 245â248.
cite-note-1111. â Eine Ăbersicht bieten die Stammtafeln bei Raymond de Roover: The Rise and Decline of the Medici Bank 1397â1494, Cambridge (Massachusetts)/London 1963, S. 383â385.
cite-note-1212. â Dale Kent: The Rise of the Medici, Oxford 1978, S. 37; Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 17.
cite-note-1313. â Gene A. Brucker: Renaissance Florence: Society, Culture, and Religion, Goldbach 1994, S. 3*â28*; Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 16â19, 22.
cite-note-1414. â Raymond de Roover: The Rise and Decline of the Medici Bank 1397â1494, Cambridge (Massachusetts)/London 1963, S. 10â14, 36 f., 132â135; Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 19; Dale Kent: The Rise of the Medici, Oxford 1978, S. 40.
cite-note-1515. â Zu Contessina siehe Orsola Gori (Hrsg.): Contessina moglie di Cosimo âil Vecchioâ. Lettere familiari. In: Andrea Degrandi u. a. (Hrsg.): Scritti in onore di Girolamo Arnaldi, Rom 2001, S. 233â259.
cite-note-1616. â Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 20 f.; Dale Kent: The Rise of the Medici, Oxford 1978, S. 40 f., 49â61.
cite-note-1717. â George Holmes: How the Medici became the Popeâs Bankers. In: Nicolai Rubinstein (Hrsg.): Florentine Studies. Politics and Society in Renaissance Florence, London 1968, S. 357â380; Raymond de Roover: The Rise and Decline of the Medici Bank 1397â1494, Cambridge (Massachusetts)/London 1963, S. 46 f., 198, 203; Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 21; John R. Hale: Die Medici und Florenz, Stuttgart 1979, S. 13; Alison Williams Lewin: Negotiating Survival, Madison 2003, S. 210 f.
cite-note-1818. â Heinrich Lang: Zwischen GeschĂ€ft, Kunst und Macht. In: Mark HĂ€berlein u. a. (Hrsg.): Generationen in spĂ€tmittelalterlichen und frĂŒhneuzeitlichen StĂ€dten (ca. 1250â1750), Konstanz 2011, S. 43â71, hier: 48 f.; Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 21; Raymond de Roover: The Rise and Decline of the Medici Bank 1397â1494, Cambridge (Massachusetts)/London 1963, S. 52; John R. Hale: Die Medici und Florenz, Stuttgart 1979, S. 14.
cite-note-1919. â Raymond de Roover: The Rise and Decline of the Medici Bank 1397â1494, Cambridge (Massachusetts)/London 1963, S. 51; Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 22.
cite-note-2020. â Zu den Nachwirkungen des Aufstands siehe Gene A. Brucker: The Ciompi Revolution. In: Nicolai Rubinstein (Hrsg.): Florentine Studies, London 1968, S. 314â356, hier: 356.
cite-note-2121. â Zur Charakterisierung der beiden Gruppen siehe John F. Padgett, Christopher K. Ansell: Robust Action and the Rise of the Medici, 1400â1434. In: American Journal of Sociology 98, 1992/1993, S. 1259â1319, hier: 1278â1286; Dale Kent: The Rise of the Medici, Oxford 1978, S. 136â151; John R. Hale: Die Medici und Florenz, Stuttgart 1979, S. 20â25; Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 34â39; John M. Najemy: A History of Florence 1200â1575, Malden 2006, S. 267â269; Jacques Heers: Le clan des MĂ©dicis, Paris 2008, S. 115â120.
cite-note-2222. â Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 34â50; Dale Kent: The Rise of the Medici, Oxford 1978, S. 211â252.
cite-note-2323. â John M. Najemy: A History of Florence 1200â1575, Malden 2006, S. 258; Raymond de Roover: The Rise and Decline of the Medici Bank 1397â1494, Cambridge (Massachusetts)/London 1963, S. 23â27; Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 50â53; Charles C. Bayley: War and Society in Renaissance Florence, Toronto 1961, S. 88â91.
cite-note-2424. â Dale Kent: The Rise of the Medici, Oxford 1978, S. 259 f.; Charles C. Bayley: War and Society in Renaissance Florence, Toronto 1961, S. 99, 114â119.
cite-note-2525. â Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 58â66; Dale Kent: The Rise of the Medici, Oxford 1978, S. 253â269.
cite-note-2626. â Raymond de Roover: The Rise and Decline of the Medici Bank 1397â1494, Cambridge (Massachusetts)/London 1963, S. 54; Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 54â57, 67â69.
cite-note-2727. â Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 69â76; Charles C. Bayley: War and Society in Renaissance Florence, Toronto 1961, S. 120â127; Dale Kent: The Rise of the Medici, Oxford 1978, S. 292â296.
cite-note-2828. â Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 79â88; Charles C. Bayley: War and Society in Renaissance Florence, Toronto 1961, S. 129; Dale Kent: The Rise of the Medici, Oxford 1978, S. 303â308.
cite-note-2929. â Eine detaillierte Analyse der Quellen bietet Luca Boschetto: SocietĂ e cultura a Firenze al tempo del Concilio, Rom 2012, S. 76â92. Vgl. Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 89â97; John M. Najemy: A History of Florence 1200â1575, Malden 2006, S. 275â277; Dale Kent: The Rise of the Medici, Oxford 1978, S. 328â336.
cite-note-3030. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 2â4; Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 98â108.
cite-note-3131. â Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 87 f., 105 f.; Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 41; Charles C. Bayley: War and Society in Renaissance Florence, Toronto 1961, S. 140 f.
cite-note-3232. â Richard A. Goldthwaite: The Medici Bank and the World of Florentine Capitalism. In: Past & Present 114, 1987, S. 3â31, hier: 8.
cite-note-3333. â Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 25â27.
cite-note-3434. â Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 27.
cite-note-3535. â Raymond de Roover: The Rise and Decline of the Medici Bank 1397â1494, Cambridge (Massachusetts)/London 1963, S. 47 f., 194; Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 25â27.
cite-note-3636. â Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 27; Raymond de Roover: The Rise and Decline of the Medici Bank 1397â1494, Cambridge (Massachusetts)/London 1963, S. 74 f.
cite-note-3737. â Raymond de Roover: The Rise and Decline of the Medici Bank 1397â1494, Cambridge (Massachusetts)/London 1963, S. 73 f., 99.
cite-note-3838. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 13 f.
cite-note-3939. â Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 112â121; Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 44 f.; John R. Hale: Die Medici und Florenz, Stuttgart 1979, S. 45.
cite-note-4040. â Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 115â117; Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 42â44; John R. Hale: Die Medici und Florenz, Stuttgart 1979, S. 44 f.
cite-note-4141. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 77â98.
cite-note-4242. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 25 f., 32 f.; John R. Hale: Die Medici und Florenz, Stuttgart 1979, S. 45 f.
cite-note-4343. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 100â104; John R. Hale: Die Medici und Florenz, Stuttgart 1979, S. 46.
cite-note-4444. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 104â109; John R. Hale: Die Medici und Florenz, Stuttgart 1979, S. 46 f.
cite-note-4545. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 109â113.
cite-note-4646. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 112â117.
cite-note-4747. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 118â137. Vgl. Riccardo Fubini: Politica e pensiero politico nellâItalia del Rinascimento, Firenze 2009, S. 200 f., 231 f.
cite-note-4848. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 137 f.
cite-note-4949. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 144â153; Paula C. Clarke: The Soderini and the Medici, Oxford 1991, S. 69.
cite-note-5050. â Einen Ăberblick zur italienischen Staatenwelt in dieser Zeit bieten die BeitrĂ€ge in Andrea Gamberini, Isabella Lazzarini (Hrsg.): The Italian Renaissance States. Cambridge 2012.
cite-note-5151. â John M. Najemy: A History of Florence 1200â1575, Malden 2006, S. 188â194.
cite-note-5252. â Dale Kent: The Rise of the Medici, Oxford 1978, S. 277.
cite-note-5353. â John M. Najemy: A History of Florence 1200â1575, Malden 2006, S. 269â273; Charles C. Bayley: War and Society in Renaissance Florence, Toronto 1961, S. 97â109.
cite-note-5454. â Dale Kent: The Rise of the Medici, Oxford 1978, S. 255â260; John M. Najemy: A History of Florence 1200â1575, Malden 2006, S. 271â273; Anthony Molho: Florentine Public Finances in the Early Renaissance, 1400â1433, Cambridge (Massachusetts) 1971, S. 187â192.
cite-note-5555. â Luca Boschetto: SocietĂ e cultura a Firenze al tempo del Concilio, Rom 2012, S. 163â176; George Holmes: Cosimo and the Popes. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 21â31, hier: 23â26.
cite-note-5656. â Heinrich Lang: Cosimo deâ Medici, die Gesandten und die Condottieri, Paderborn 2009, S. 21, 91 f.; John M. Najemy: A History of Florence 1200â1575, Malden 2006, S. 286â289; Charles C. Bayley: War and Society in Renaissance Florence, Toronto 1961, S. 151â174.
cite-note-5757. â John M. Najemy: A History of Florence 1200â1575, Malden 2006, S. 288 f.
cite-note-5858. â Francesco Cognasso: Il ducato visconteo da Gian Galeazzo a Filippo Maria. In: Storia di Milano, Bd. 6, Milano 1955, S. 1â383, hier: 263 f.
cite-note-5959. â Antonio Menniti Ippolito: Francesco I Sforza. In: Dizionario Biografico degli Italiani, Bd. 50, Rom 1998, S. 1â15, hier: 2â6.
cite-note-6060. â Siehe dazu Richard C. Trexler: Public Life in Renaissance Florence, New York 1980, S. 426; Vincent Ilardi: The Banker-Statesman and the Condottiere-Prince: Cosimo deâ Medici and Francesco Sforza (1450â1464). In: Craig Hugh Smyth, Gian Carlo Garfagnini (Hrsg.): Florence and Milan: Comparisons and Relations, Bd. 2, Florenz 1989, S. 217â239.
cite-note-6161. â Raymond de Roover: The Rise and Decline of the Medici Bank 1397â1494, Cambridge (Massachusetts)/London 1963, S. 141.
cite-note-6262. â John M. Najemy: A History of Florence 1200â1575, Malden 2006, S. 286â291; Alison Williams Lewin: Negotiating Survival, Madison 2003, S. 211 f.
cite-note-6363. â So Volker Reinhardt: Geschichte Italiens, MĂŒnchen 1999, S. 45.
cite-note-6464. â Eine ausfĂŒhrliche Darstellung bieten Francesco Cognasso: La Repubblica di s. Ambrogio. In: Storia di Milano, Bd. 6, Milano 1955, S. 387â448 und Franco Catalano: La nuova signoria: Francesco Sforza. In: Storia di Milano, Bd. 7, Milano 1956, S. 3â67; Antonio Menniti Ippolito: Francesco I Sforza. In: Dizionario Biografico degli Italiani, Bd. 50, Rom 1998, S. 1â15, hier: 6â9.
cite-note-6565. â Franco Catalano: La nuova signoria: Francesco Sforza. In: Storia di Milano, Bd. 7, Milano 1956, S. 67â81; Vincent Ilardi: The Banker-Statesman and the Condottiere-Prince: Cosimo deâ Medici and Francesco Sforza (1450â1464). In: Craig Hugh Smyth, Gian Carlo Garfagnini (Hrsg.): Florence and Milan: Comparisons and Relations, Bd. 2, Florenz 1989, S. 217â239, hier: 230â232.
cite-note-6666. â John R. Hale: Die Medici und Florenz, Stuttgart 1979, S. 48.
cite-note-6767. â Bernd Roeck: Kunstpatronage in der FrĂŒhen Neuzeit, Göttingen 1999, S. 55, 57; Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 127â134.
cite-note-6868. â Vespasiano da Bisticci: Le Vite, hrsg. von Aulo Greco, Bd. 2, Firenze 1976, S. 180; vgl. dazu Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 128 f.
cite-note-6969. â Vespasiano da Bisticci: Le Vite, hrsg. von Aulo Greco, Bd. 2, Firenze 1976, S. 177 f. Vgl. dazu Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 172; Rudolf SchĂŒssler: Business Morality at the Dawn of Modernity: The Cases of Angelo Corbinelli and Cosimo deâ Medici. In: Sigrid MĂŒller, Cornelia Schweiger (Hrsg.): Between Creativity and Norm-Making, Leiden 2013, S. 131â148, hier: 141â148.
cite-note-7070. â Albinia C. de la Mare: Cosimo and his Books. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 115â156, hier: 138 f.
cite-note-7171. â James Hankins: Cosimo deâ Medici as a Patron of Humanistic Literature. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 69â94, hier: 69â75.
cite-note-7272. â Aristoteles, Nikomachische Ethik 1122aâ1123a.
cite-note-7373. â James Hankins: Cosimo deâ Medici as a Patron of Humanistic Literature. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 69â94, hier: 83â89; Anthony D. Fraser Jenkins: Cosimo deâ Mediciâs Patronage of Architecture and the Theory of Magnificence. In: Journal of the Warburg and Courtauld Institutes 33, 1970, S. 162â170.
cite-note-7474. â James Hankins: Humanism and Platonism in the Italian Renaissance, Bd. 2, Rom 2004, S. 196 und Anm. 22.
cite-note-7575. â Marsilio Ficino, Epistolarum familiarium libri, Nr. 86. In: Marsilio Ficino: Lettere, Bd. 1, hrsg. von Sebastiano Gentile, Firenze 1990, S. 153 f., hier: S. 154 Z. 25â29.
cite-note-7676. â James Hankins: Cosimo deâ Medici as a Patron of Humanistic Literature. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 69â94, hier: 76; James Hankins: Humanism and Platonism in the Italian Renaissance, Bd. 2, Rom 2004, S. 193 f., 352â358.
cite-note-7777. â James Hankins: Humanism and Platonism in the Italian Renaissance, Bd. 2, Rom 2004, S. 185â395.
cite-note-7878. â Zu Poggios VerhĂ€ltnis zu Cosimo siehe Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 25 f.
cite-note-7979. â James Hankins: Cosimo deâ Medici as a Patron of Humanistic Literature. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 69â94, hier: 77â79.
cite-note-8080. â Alison Brown: Bartolomeo Scala, 1430â1497, Chancellor of Florence, Princeton 1979, S. 34â41.
cite-note-8181. â Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 23 f.
cite-note-8282. â Zu Niccolis VerhĂ€ltnis zu Cosimo siehe Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 24 f.
cite-note-8383. â Christopher B. Fulton: An Earthly Paradise, Firenze 2006, S. 3â12; James Hankins: Cosimo deâ Medici as a Patron of Humanistic Literature. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 69â94, hier: 71 f., 77; Dale Kent: The Rise of the Medici, Oxford 1978, S. 234 f.
cite-note-8484. â James Hankins: Cosimo deâ Medici as a Patron of Humanistic Literature. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 69â94, hier: 79â81.
cite-note-8585. â James Hankins: Cosimo deâ Medici as a Patron of Humanistic Literature. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 69â94, hier: 77, 82. Vgl. Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 19.
cite-note-8686. â Tobias Leuker: Bausteine eines Mythos, Köln/Weimar/Wien 2007, S. 47â60, 69 f., 113â115, 122â124, 145â163, 183â192, 316; James Hankins: Cosimo deâ Medici as a Patron of Humanistic Literature. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 69â94, hier: S. 75 und Anm. 23; Alison Brown: The Medici in Florence, Florenz 1992, S. 3â40.
cite-note-8787. â Tobias Leuker: Bausteine eines Mythos, Köln/Weimar/Wien 2007, S. 120.
cite-note-8888. â Diana Robin: Filelfo in Milan, Princeton 1991, S. 28, 37â45; James Hankins: Cosimo deâ Medici as a Patron of Humanistic Literature. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 69â94, hier: 82, 85, 88.
cite-note-8989. â Berthold L. Ullman, Philip A. Stadter: The Public Library of Renaissance Florence, Padova 1972, S. 5â27; Christopher B. Fulton: An Earthly Paradise, Firenze 2006, S. 4. Zur ZugĂ€nglichkeit der Bibliothek fĂŒr die Ăffentlichkeit siehe Allie Terry-Fritsch: Florentine Convent as Practiced Place: Cosimo deâ Medici, Fra Angelico, and the Public Library of San Marco. In: Medieval Encounters 18, 2012, S. 230â271.
cite-note-9090. â Joachim Poeschke: VirtĂč fiorentina: Cosimo deâ Medici als erster BĂŒrger von Florenz. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Zeichen â Rituale â Werte, MĂŒnster 2004, S. 409â434, hier: 422, 426; Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 129.
cite-note-9191. â Tobias Leuker: Bausteine eines Mythos, Köln/Weimar/Wien 2007, S. 61â66, 93â112; Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 315â318; Volker Reinhardt: Geld und Freunde, Darmstadt 2009, S. 130â134; Christopher B. Fulton: An Earthly Paradise, Firenze 2006, S. 185 f.; Rab Hatfield: Cosimo deâ Medici and the Chapel of his Palace. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 221â244, hier: 237.
cite-note-9292. â Zur Datierung siehe Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 177 f.
cite-note-9393. â Siehe zu diesem Projekt Caroline Elam: Cosimo deâ Medici and San Lorenzo. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 157â180.
cite-note-9494. â Siehe dazu Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 167â171.
cite-note-9595. â Joachim Poeschke: VirtĂč fiorentina: Cosimo deâ Medici als erster BĂŒrger von Florenz. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Zeichen â Rituale â Werte, MĂŒnster 2004, S. 409â434, hier: 414â419.
cite-note-9696. â Siehe zur Datierung Christopher B. Fulton: An Earthly Paradise, Firenze 2006, S. 119.
cite-note-9797. â Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 251â262; Christopher B. Fulton: An Earthly Paradise, Firenze 2006, S. 107â109.
cite-note-9898. â Enea Silvio Piccolomini, Papa Pio II: I Commentarii, hrsg. von Luigi Totaro, 2. Auflage, Milano 2004, Bd. 1, S. 352.
cite-note-9999. â Siehe zum Palastbau Joachim Poeschke: VirtĂč fiorentina: Cosimo deâ Medici als erster BĂŒrger von Florenz. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Zeichen â Rituale â Werte, MĂŒnster 2004, S. 409â434, hier: 413 f., 427; Christopher B. Fulton: An Earthly Paradise, Firenze 2006, S. 119â127.
cite-note-100100. â Antonio Averlino detto Il Filarete, Trattato di architettura, hrsg. von Anna Maria Finoli, Liliana Grassi, Bd. 2, Milano 1972, S. 683. Vgl. Joachim Poeschke: VirtĂč fiorentina: Cosimo deâ Medici als erster BĂŒrger von Florenz. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Zeichen â Rituale â Werte, MĂŒnster 2004, S. 409â434, hier: S. 410 Anm. 4, S. 422 Anm. 31.
cite-note-101101. â Christopher B. Fulton: An Earthly Paradise, Firenze 2006, S. 101, 120 f.; Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 228 f.
cite-note-102102. â Joachim Poeschke: VirtĂč fiorentina: Cosimo deâ Medici als erster BĂŒrger von Florenz. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Zeichen â Rituale â Werte, MĂŒnster 2004, S. 409â434, hier: 420â422.
cite-note-103103. â Joachim Poeschke: VirtĂč fiorentina: Cosimo deâ Medici als erster BĂŒrger von Florenz. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Zeichen â Rituale â Werte, MĂŒnster 2004, S. 409â434, hier: 425â427; James Hankins: Cosimo deâ Medici as a Patron of Humanistic Literature. In: Francis Ames-Lewis (Hrsg.): Cosimo âil Vecchioâ deâ Medici, 1389â1464, Oxford 1992, S. 69â94, hier: S. 85 und Anm. 55.
cite-note-104104. â Tobias Leuker: Bausteine eines Mythos, Köln/Weimar/Wien 2007, S. 127â131; Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 281â286; Christopher B. Fulton: An Earthly Paradise, Firenze 2006, S. 104, 147â155.
cite-note-105105. â Joachim Poeschke: VirtĂč fiorentina: Cosimo deâ Medici als erster BĂŒrger von Florenz. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Zeichen â Rituale â Werte, MĂŒnster 2004, S. 409â434, hier: 411â413.
cite-note-106106. â Vespasiano da Bisticci: Le Vite, hrsg. von Aulo Greco, Bd. 2, Firenze 1976, S. 169, 192 f., 195, 197, 343. Eine Analyse der anekdotischen Ăberlieferung bietet Heinrich Lang: Das GelĂ€chter der Macht in der Republik. In: Christian Kuhn, Stefan BieĂenecker (Hrsg.): Valenzen des Lachens in der Vormoderne (1250â1750), Bamberg 2012, S. 385â408. Vgl. Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 21â23.
cite-note-107107. â Alison Brown: The Medici in Florence, Florenz 1992, S. 53â72.
cite-note-108108. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 147 f.
cite-note-109109. â Heinrich Lang: Zwischen GeschĂ€ft, Kunst und Macht. In: Mark HĂ€berlein u. a. (Hrsg.): Generationen in spĂ€tmittelalterlichen und frĂŒhneuzeitlichen StĂ€dten (ca. 1250â1750), Konstanz 2011, S. 43â71, hier: 48.
cite-note-110110. â Joachim Poeschke: VirtĂč fiorentina: Cosimo deâ Medici als erster BĂŒrger von Florenz. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Zeichen â Rituale â Werte, MĂŒnster 2004, S. 409â434, hier: 427, 430â432.
cite-note-111111. â Siehe zu Pieros Stellung als Erbe seines Vaters Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 155â158.
cite-note-112112. â Siehe zu dieser Entwicklung Raymond de Roover: The Rise and Decline of the Medici Bank 1397â1494, Cambridge (Massachusetts)/London 1963, S. 358â375.
cite-note-113113. â Siehe dazu Dale Kent: The Rise of the Medici, Oxford 1978, S. 3â10; Antoine Monti (Hrsg.): Giovanni Cavalcanti: Nuova opera (Chronique florentine inĂ©dite du XVe siĂšcle), Paris 1989, S. XIXâXXVII.
cite-note-114114. â Siehe dazu Hans Baron: The Crisis of the Early Italian Renaissance, Princeton 1955, Bd. 1, S. 349 und Bd. 2, S. 608 f. (geĂ€nderte Fassung in der 2. Auflage in einem Band, Princeton 1966, S. 401 f.).
cite-note-115115. â Tobias Leuker: Bausteine eines Mythos, Köln/Weimar/Wien 2007, S. 193â197.
cite-note-116116. â Siehe zu Platinas Dialogfigur Heinrich Lutz: Bemerkungen zu dem Traktat âDe Optimo Civeâ des Bartolomeo Platina. In: Mitteilungen des Instituts fĂŒr Ăsterreichische Geschichtsforschung. 78, 1970, S. 372â385; Nicolai Rubinstein: Il âDe optimo civeâ del Platina. In: Augusto Campana, Paola Medioli Masotti (Hrsg.): Bartolomeo Sacchi il Platina. Padova 1986, S. 137â144.
cite-note-117117. â Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance. New Haven/London 2000, S. 117â121, 270 f.
cite-note-118118. â Nicolai Rubinstein: Savonarola on the government of Florence. In: Stella Fletcher, Christine Shaw (Hrsg.): The World of Savonarola, Aldershot 2000, S. 42â64, hier: 52.
cite-note-119119. â Joachim Poeschke: VirtĂč fiorentina: Cosimo deâ Medici als erster BĂŒrger von Florenz. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Zeichen â Rituale â Werte, MĂŒnster 2004, S. 409â434, hier: 434.
cite-note-120120. â Francesco Guicciardini: Storie fiorentine dal 1378 al 1509, hrsg. von Roberto Palmarocchi, Bari 1931, S. 11 f., 80 f.
cite-note-121121. â Francesco Guicciardini: Storie fiorentine dal 1378 al 1509, hrsg. von Roberto Palmarocchi, Bari 1931, S. 6.
cite-note-122122. â NiccolĂČ Machiavelli: Istorie fiorentine 4,26; 7,5. Vgl. Volker Reinhardt: Machiavelli oder Die Kunst der Macht, MĂŒnchen 2012, S. 345â347. Reinhardt meint, in Machiavellis Worten liege auch eine versteckte Kritik an Cosimo.
cite-note-123123. â John M. Najemy: Machiavelli and the Medici: The Lessons of Florentine History. In: Renaissance Quarterly 35, 1982, S. 551â576, hier: 564.
cite-note-124124. â Joachim Poeschke: VirtĂč fiorentina: Cosimo deâ Medici als erster BĂŒrger von Florenz. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Zeichen â Rituale â Werte, MĂŒnster 2004, S. 409â434, hier: 419; Matthias Winner: Cosimo il Vecchio als Cicero. In: Zeitschrift fĂŒr Kunstgeschichte 33, 1970, S. 261â297, hier: 281 f.
cite-note-125125. â Voltaire: Essai sur les mĆurs et lâesprit des nations, Kapitel 105.
cite-note-126126. â Edward Gibbon: The History of the Decline and Fall of the Roman Empire, Kapitel 66.
cite-note-127127. â Johann Wolfgang von Goethe: Anhang zur Lebensbeschreibung des Benvenuto Cellini. In: Goethes Werke, Bd. 44, Weimar 1890, S. 297â392, hier: 344 f.
cite-note-128128. â Georg Voigt: Die Wiederbelebung des classischen Alterthums, 4., unverĂ€nderte Auflage, Bd. 1, Berlin 1960, S. 292â295.
cite-note-129129. â Jacob Burckhardt: Die Kultur der Renaissance in Italien, 11. Auflage, Stuttgart 1988 (Text der 2. Auflage, Leipzig 1869), S. 156 f.
cite-note-130130. â Agnes Heller: Der Mensch der Renaissance, Köln-Lövenich 1982, S. 167.
cite-note-131131. â Manfred Lentzen: Die humanistische Akademiebewegung des Quattrocento und die âAccademia Platonicaâ in Florenz. In: WolfenbĂŒtteler Renaissance Mitteilungen 19,1995, S. 58â78, hier: 67â69, 72.
cite-note-132132. â James Hankins: Humanism and Platonism in the Italian Renaissance, Bd. 2, Rom 2004, S. 187â395 (mehrere ab 1990 erschienene AufsĂ€tze).
cite-note-133133. â Thomas Frenz: Italien im Mittelalter. In: Wolfgang Altgeld (Hrsg.): Kleine italienische Geschichte, Stuttgart 2002, S. 15â121, hier: 107.
cite-note-134134. â Anthony Molho: Cosimo deâ Medici: Pater Patriae or Padrino? In: Paula Findlen (Hrsg.): The Italian Renaissance, Malden u. a. 2002, S. 64â90. Vgl. Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 18; Volker Reinhardt: Die Medici, 4., durchgesehene Auflage, MĂŒnchen 2007, S. 8 f.
cite-note-135135. â Lauro Martines: Die Verschwörung, Darmstadt 2004, S. 57, 59, 62â67.
cite-note-136136. â Jacques Heers: Le clan des MĂ©dicis, Paris 2008, S. 172â174.
cite-note-137137. â Werner Goez: GrundzĂŒge der Geschichte Italiens in Mittelalter und Renaissance, Darmstadt 1975, S. 247.
cite-note-138138. â Volker Reinhardt: Geschichte Italiens, MĂŒnchen 1999, S. 35 f.
cite-note-139139. â Michele Luzzati: Firenze e la Toscana nel medioevo, Torino 1986, S. 191.
cite-note-140140. â Ferdinand Schevill: Medieval and Renaissance Florence, Bd. 2, New York 1963, S. 355 f.
cite-note-141141. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 99â153.
cite-note-142142. â Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 348â351.
cite-note-143143. â Paolo Margaroli: Diplomazia e stati rinascimentali, Firenze 1992, S. 50 f.
cite-note-144144. â Michele Luzzati: Firenze e la Toscana nel medioevo, Torino 1986, S. 201 f.
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cite-note-147147. â Werner Goez: GrundzĂŒge der Geschichte Italiens in Mittelalter und Renaissance, Darmstadt 1975, S. 247; Lauro Martines: Die Verschwörung, Darmstadt 2004, S. 63â67; Jacques Heers: Le clan des MĂ©dicis, Paris 2008, S. 170â172.
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cite-note-150150. â Alison Williams Lewin: Negotiating Survival, Madison 2003, S. 210 f.; Anthony Molho: Cosimo deâ Medici: Pater Patriae or Padrino? In: Paula Findlen (Hrsg.): The Italian Renaissance, Malden u. a. 2002, S. 86â88.
cite-note-151151. â Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 16.
cite-note-152152. â Hans Baron: The Crisis of the Early Italian Renaissance, Princeton 1955, Bd. 1, S. 347.
cite-note-153153. â Nicolai Rubinstein: The Government of Florence under the Medici (1434 to 1494), 2., ĂŒberarbeitete Auflage, Oxford 1997, S. 149.
cite-note-154154. â Volker Reinhardt: Geschichte Italiens von der SpĂ€tantike bis zur Gegenwart, MĂŒnchen 2003, S. 94.
cite-note-155155. â Vincent Ilardi: The Banker-Statesman and the Condottiere-Prince: Cosimo deâ Medici and Francesco Sforza (1450â1464). In: Craig Hugh Smyth, Gian Carlo Garfagnini (Hrsg.): Florence and Milan: Comparisons and Relations, Bd. 2, Florenz 1989, S. 217â239, hier: 230â232.
cite-note-156156. â Dale Kent: Cosimo deâ Medici and the Florentine Renaissance, New Haven/London 2000, S. 15; Heinrich Lang: Cosimo deâ Medici, die Gesandten und die Condottieri, Paderborn 2009, S. 42â53.